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Apr 04 2009

Dinner for one

Abgelegt um 00:27 unter Kurzgeschichten,Videos

Na klar werde ich öfters wegen meines Berufs belächelt, aber was solls?! Es war noch immer mein Wunsch, habe stets um meinen Traum gekämpft und bin heute genau das was ich schon von Kindesbeinen an sein wollte: Butler.

Die meisten sind zwar der Meinung dass ich ausschließlich diene und mich unterwerfen würde, aber was bitte schön macht ein Büroangestellter oder andere Diensleistungsarbeiter? Richtig, sie unterwerfen sich ihrem Chef, kriechen ihm notfalls noch in den A*** und dienen ihren Kunden.
(Entschuldigt mich für die Ausdruckswahl, aber wenn ich es hier nicht rauslassen kann, wo dann? Sicherlich nicht auf dem Schloss wo ich angestellt bin. Daher danke für Euer Verständnis.)
Meine Mutter meint dass ich diesen Wunsch sogar schon damals im Kindergarten geäußert hätte, oder war es doch erst in der Grundschule?! Wie auch immer… aufjedenfall wusste ich für mich verdammt früh wo später einmal mein Platz sein sollte.
Bis dahin war es allerdings ein schwieriger Weg. In Deutschland gibt es keine Butlerschule mehr und da ich nicht nur rüber ins niederländische Nachbarland gehen wollte, bin ich schlussendlich in der renommiertesten Butlerschule der Welt gelandet: die Ivor Spencer International School for Butler Administrators, Personal Assistants and Agency. Neben der Insel wären auch noch Ausbildungen in Amerika, Südafrika oder auch Australien möglich gewesen, aber so weit weg von der Heimat sollte es nun doch nicht sein.
In England angekommen, habe ich schnell gemerkt dass es wirklich das ist was ich immer machen wollte. Ich war schon immer höflich, zuvorkommend und diente in dem Sinn schon zuhause gerne. Wenn ich einkaufen ging, war dies meist gleich für andere mit und auch wenn ich in meinem Leben sicherlich das eine oder andere Mal mit voller Absicht ausgenutzt wurde, tat mir das dennoch nie weh, da dies einfach in meinem Wesen liegt. Ja, man kann sagen, dass der Butlerberuf sich mit Sicherheit am meisten von allen Berufen mit meinen Charakterzügen deckt. Was auch verlangt wird sind Pünktlichkeit, Treue, Aufrichtigkeit und natürlich Diskretion, auch dies ist alles in meiner Person zu finden.
Doch Butler ist nicht nur Tür aufhalten und das Essen servieren, wie ihr es sicherlich aus dem Fernsehn kennt. Ich lernte in meiner Ausbildung (oder sollte ich im Nachhinein doch eher von einem Drill-Camp reden?) ordentliches Reinigen und Bügeln von Kleidung, ja sogar die Zeitung wird gebügelt, dass sie ja keine Falte wirft, wenn man sie seinem Herrn oder der Dame vorlegt. Des weiteren bin ich ausgebildet in Maniküre, Kochen, Waschen, Putzen und darüber hinaus sitzt bei mir auch noch jede Rasur und jeder Haarschnitt. Man muss halt für jeden Fall gewappnet sein. Das silberne Tablett muss stets richtig gehalten werden, das Auto samt Chauffeur muss bereit stehen sobald es gewünscht ist. Für sich selbst bleibt da wenig Zeit. Pro Tag arbeite ich in etwa siebzehn Stunden, da ich stets als Erster aufstehen muss um alles für den Start in den Tag zu organisieren und das Licht wird bei mir auch als Letzter ausgeschaltet da ich vor der Nacht schauen muss dass auch alles rechtens ist.
Die meisten von Euch werden sich spätestens jetzt fragen „Toll und was bleibt einem vom eigenen Leben übrig?“. Das ist eine berechtigte Frage und hat an sich auch eine traurige Antwort: nichts oder zumindest nicht viel. Man muss schlicht und einfach gemacht sein für das von mir gewählte Leben. Und sogar ein Butler hat mal frei, bei mir ist das jeweils der Sonntagnachmittag. Und was macht ein Butler in seiner freien Zeit? Richtig, er setzt sich an seinen Computer und nimmt sich Zeit Euch diesen Text hier zu tippen.
Also liebe Leser, ich hoffe der Einblick in das Leben eines Butlers war interessant für Euch und bevor ich nun noch schnell die Termine des morgigen Tages durchgehe (morgens das Übliche, mittags schauen die Gärtner vorbei und abends treffen sich die „vons und zus“ zum Abendessen), schaue ich mal wieder nach meinem Frack, damit heute Abend auch wieder alles sitzt, sobald das Essen gereicht wird.

2 Kommentare

2 Kommentare zu “Dinner for one”

  1. Tobiason 08 Apr 2010 at 11:29 1

    Butler ist echt ein Beruf, den ich mir mal gar nicht vorstellen könnte. Dann eher Chauffeur.

  2. Alexon 08 Apr 2010 at 12:19 2

    Es gibt Leute, die sind einfach dazu berufen. Jedem halt das Seine, solange man dabei glücklich und zufrieden ist. 🙂

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