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workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Mai 17 2009

Tuff, tuff, tuff… wir fahren…

Abgelegt um 00:27 unter Kurzgeschichten

Ich arbeite in einem sogenannten Laufhaus. Klingt zuerst erst einmal sportlich, was es in einer gewissen Hinsicht ja auch ist, aber es hat nicht wirklich etwas mit dem Laufen zu tun.
Stellen Sie sich ein zweistöckiges Gebäude vor. Sie treten unten in das Erdgeschoss ein und stehen in einem Flur wo sich links und rechts Räume abwechseln. Treppe hoch, nächstes Stockwerk, gleiches Bild. Mal ist die Tür offen, mal zu… doch im Innern der Räume sieht es fast immer gleich aus. Ein Stuhl, ein Bett, vielleicht noch dieses und jenes und mittendrin immer mindestens eine Frau.
Auch ich bin öfters in einem der Räume anzutreffen, denn ich gehe hier meiner Arbeit nach. Wir zahlen der „Vermieterin“ täglich einen Beitrag und somit steht uns dann ein Raum zur Verfügung, in dem wir unserer Arbeit nachgehen können. Was an dieser Regelung angenehm ist, ist dass man seine Arbeitszeiten und Preise absolut unabhängig gestalten kann.
Tja, und wieso nun Laufhaus? Darauf gibt es zwei Antworten, eine Definition und eine subjektive Antwort. Die Kunden laufen durch die Gänge des Hauses (daher der Name Laufhaus), um unverbindlich mit den anwesenden Damen in ihren Zimmern zu sprechen und danach gegebenenfalls ihre Dienste zu beanspruchen. Soviel zur Erklärung des Begriffes an sich. Wieso aber ich in einem Laufhaus arbeite… man könnte fast den Klassiker „Ich war jung und brauchte das Geld“ als Antwort geben.
Aber mal im Ernst. Ich kam vor zwei Jahren aus Sofia hierher nach Karlsruhe, habe leider weder einen Schul- noch sonstigen Abschluss vorzuweisen und momentan verbinde ich das Angenehme halt einfach mit dem Nützlichen. Ich verdiene gut, kann mir einen recht hohen Lebensstandard leisten und solange der richtige Prinz im Leben noch nicht aufgetaucht ist, kann in meinen Augen, die Familienplanung und ein normal geregeltes Leben ruhig noch etwas warten.
A propos warten… ich muss mal wieder Vollgas geben. Gleich steht noch der Besuch im Fitnessstudio an, ich muss meinen Körper ja schließlich in Schuss halten. Anschließend geht es noch einkaufen, verschiedene Dinge müssen erledigt werden, ehe es dann im frühen Abend mit meiner Arbeit losgeht.
Es ist unwahrscheinlich welche Geschichten man in der Branche hört oder auch selbst erlebt.
Mal ist es so, dass eine Horde Studenten vorbeischauen und mit hochrotem Kopf und kichernd wieder schnell das Gebäude verlassen. Ein anderes Mal kommt ein schüchterner Kerl, der tatsächlich nur reden will. Aber es gibt natürlich auch extreme Fälle. Und ich meine jetzt nicht diese peinlichen Beschreibungen, wie sie im Buch Feuchtgebiete vorkommen. Dass so etwas solch einen Erfolg verbuchen kann, ist für mich doch sehr verwunderlich.
Was auch süß ist – und ich hoffe es lesen jetzt nicht zuviele mit, die sich angesprochen fühlen – ist wenn der Kunde so unter Strom steht, dass ich nach zwei Minuten bereits meinen dreißig-Minuten-Lohn einkassieren kann. Klar, gut für mich, aber der arme Kunde mit seinem Frühstart…
Oder auch aus der Kategorie „Peinlich“ war das, was gestern einem meiner Stammkunden passiert ist. Beim einpacken hat er doch tatsächlich seinen kleinen Lümmel mit dem Reissverschluss…
Falls mal ein Mann aufdringlich werden sollte, was mir bislang gottseidank erspart blieb, dann haben wir für den Fall der Fälle einen Sicherheitsknopf und ein Rausschmeisser kümmert sich dann umgehend um den ungebetenen Gast.
Ihr müsst Euch also keine Sorgen um mich machen. Auf mich wird aufgepasst, ich werde diesem Beruf auch nicht länger nachgehen, sobald ich meinen Mann fürs Leben gefunden habe und all denen, die sich hier vom Bericht aus meiner Arbeitswelt mehr Details gewünscht hätten… das liegt daran, da es hier im Blog keine Altersbeschränkung gibt. Daher bei Interesse, einfach mal vorbeischauen. Männer, Frauen (ja, auch diese Spezies gehört zu meiner Kundschaft), wie auch Paare sind Willkommen – einfach nach Vera fragen.
Ich schicke Euch liebe Grüße und rotes Licht aus dem Milieu!

4 Kommentare

4 Kommentare zu “Tuff, tuff, tuff… wir fahren…”

  1. Tobiason 23 Apr 2010 at 11:55 1

    Eine interessante Beschreibung für den Begriff Laufhaus. Das wusste ich bisher noch nicht. Aber in so einem Etablisement war ich noch nie und möchte dort auch nicht unbedingt sein. 😀

  2. Alexon 23 Apr 2010 at 12:01 2

    Jetzt halte dich fest. Ich war tatsächlich schon mal in einem. 😀
    Allerdings nur, weil das Aufgabe eines Uni-Spiels war, denn man musste die Tapetenfarbe des 3. Stockwerkes auf den Teilnahmezettel schreiben.
    Tja Studenten, die kommen vielleicht auf Ideen… 🙂

  3. Tobiason 23 Apr 2010 at 12:33 3

    Ach so, daher die Studentengruppe, die mit rotem Kopf und grinsend rauslaufen. 😉

  4. Alexon 23 Apr 2010 at 13:30 4

    Ertappt! 😉

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