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Jun 24 2009

Der Kampf zwischen Bulle und Bär

Abgelegt um 21:27 unter Kurzgeschichten

Wie sieht es aus im Land des Lächelns?
Dies ist jeden Morgen meine erste, berufliche Frage. Noch während des Frühstücks, rufe ich über mein iPhone die neuesten Daten aus Fernost ab. Sieht es beim Nikkei freundlich aus, startet mein Tag schon mal nicht allzu schlecht. Meist gibt der Schlussstand bereits eine Vorahnung, wie die Börsen in Europa in den Tag starten werden.
Nach dem Frühstück lese ich mir dann die ersten Aktien-Newsletter durch und durchstöbere im Internet die Nachrichten der Wirtschaft. Es gibt zwar auch den vor- und nachbörslichen Handel, doch meine aktive Arbeitszeit erstreckt sich meist von morgens 9Uhr bis abends 22Uhr.
Um 9Uhr in der Früh startet nämlich unter anderem unser deutscher Aktienindex DAX und abends um 22Uhr unserer Zeit schließt die Wallstreet samt Dow Jones, Nasdaq und Co. Und genau zwischen diesen 13 Stunden heißt es für mich: nicht kleckern sondern klotzen.
Ich bin von Beruf Day-Trader.

Für all die, denen das jetzt erst einmal überhaupt nichts sagt, hier eine kleine Einleitung: beim sogenannten Daytrading werden Wertpapiere, Derivate oder Währungen innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums gekauft und wieder verkauft. Der Spekulant (in diesem Fall ich), versucht von geringen Preisveränderungen innerhalb eines Tages zu profitieren. Ich könnte jetzt noch etwas tiefer in die Materie gehen und Euch über Hebel, Margin, Wertpapierkennnummern, Optionsscheine und auch Zertifikate aufklären, aber da hier niemand vor Langeweile vom Stuhl fallen soll, belasse ich es lieber bei der oben genannten Definition. Hauptsache Ihr habt nun eine leise Ahnung, was ich den ganzen Tag über so treibe.
Und ehe die Frage nun bei dem einen oder anderen Leser aufkommen sollte, ja… die Börse ist nicht nur eine Einbahnstraße. Man muss auch oft genug mit Rückschlägen und herben Verlusten rechnen. Mal mache ich einige Tausender am Tag Gewinn, mal geht es aber auch wegen Stop-Loss-Ordern in der entgegengesetzten Richtung in den Feierabend. Doch an meinem Fahrplan halte ich fest. Ich habe mir von Anfang an gesagt, dass ich mit Mitte 40 ausgesorgt haben und den Rest meines Lebens genießen will.
Vor allem freue ich mich dabei für meine Gesundheit. Als Day-Trader steht man so unter Strom, da hilft noch nicht einmal Urlaub um abzuschalten. Denn auch da bin ich ständig online und schaue mir die Geschehnisse an den Börsen der Welt an und versuche auch in weiter Ferne, die einen oder anderen Geschäfte über die Bühne zu bringen.
Mal sind es Aktien, ein andermal handelt man mit den Währungen oder elektronisch gehandelten Terminkontrakte, die sogenannten Futures. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, als ich damals… mit schätzungsweis 16 Jahren, meinem Vater meine erste Order gegeben habe. Computer 2000 Aktien, das war mein Start in die Welt der Börse und einige Monate später waren die ersten tausend Euro Gewinn auf meinem kleinen Bankkonto. Den größten Batzen Geld habe ich bislang mit dem südafrikanischen Rand gemacht und momentan lässt es sich auch gut mit Apple Aktien handeln. Durch die Volatilität ist da täglich einiges an Umsatz drin. Eine Empfehlung will ich dennoch nicht aussprechen.
Obwohl, eine zumindest wäre drin, denn die Pizza die ich heute Mittag beim Italiener gegessen habe, die kann man nur empfehlen. Es war zwar eine ganz normale Calzone, aber so etwas von lecker. Ich freue mich, wenn ich nächste Woche, wie jeden Mittwoch, wieder mit meinem Bekannten essen gehe. Wir haben uns angewohnt, einmal wöchentlich zusammen zu Mittag zu essen, da es für uns beide eine willkommene Abwechslung ist vom Arbeitsstress.
So, jetzt sondiere ich noch schnell den Markt in Amerika. Mal schaun ob ich noch die einen oder anderen Tausender vor Feierabend umsetzen kann.
In diesem Sinne… liebes Geld, gehet hin und vermehret Euch!

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Der Kampf zwischen Bulle und Bär”

  1. chrison 25 Jun 2009 at 13:47 1

    Ich habe auch mal mit Aktien spekuliert und man kann in kurzer Zeit hohe Renditen machen (Neue Märkte und vorallem Asiatische Märkte).. auch bei damaligen Neuemissionen waren am Emissionstag bis zu 500% Gewinn möglich.

    Auch habe ich mich mit Optionsscheinen beshcäftig, als Absicherung 😉 aber als privatperson Daytrading zu machen ist schwer .. auch wenn man vielleicht von morgens bis zum Abend einen Aktienanstieg um 5% feststellt, so muss man für den Einkafsauftrag und der Auftrag für den Verkauf zahlen. D.h. diese Kosten sollte man dann auch mindestens mit den 5% decken können und das ist halt schwer (aus meiner Sicht gesehen).

    Als Trader sollte das Portfolio auch nicht zu groß sein und man kann bzw. sollte eine jährliche Rendite von mindestens 50% erreichen können (lt. Aussagen meiner damaligen Berater) nur unterliegen die Gewinne ja auch den Fiskus 😉 (ok Verluste kann man ja auch ausgleichen)

  2. adminon 25 Jun 2009 at 13:59 2

    Hey chris,

    na dann hoffe ich, dass du bei den 500% dabei warst. 😉
    Aber verschweige den Lesern nicht, dass mann neben „man kann in kurzer Zeit hohe Renditen machen“ auch in kürzester Zeit ordentlich viel Geld in den Sand setzen kann.

    Die Transaktionskosten, die darf man keinesfalls vergessen, richtig. Allerdings wird mit der Einführung der Abgeltungssteuer Ende 2008 diese Spekulationsart (Daytrading) wieder interessant, da die Abgeltungssteuer sämtliche Kursgewinne hinsichtlich ihrer Fristigkeit gleich besteuert.

    Hier noch etwas zur Finanzierung:
    Aufgrund der je nach Wertpapier teilweise sehr kleinen Intraday-Bewegungen wird beim Daytrading oft mit einem Hebel gearbeitet. Dabei werden Teile der Käufe durch kurzfristige Kredite, das sogenannte Margin, finanziert. Beim Großteil der Märkte, die Intraday gehandelt werden, wäre der Handel ohne Hebel nicht interessant, da bereits die Transaktionskosten einen profitablen Handel unmöglich machen würden. Die Verwendung eines Hebels beim Trading bedeutet aber auch, dass es größere Risiken gibt. Aufgrund dessen ist beim Daytrading ein sauber ausgearbeitetes Risikomanagement sehr wichtig.

    Von nicht geringer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die Höhe der Transaktionskosten. Amerikanische Anbieter begnügen sich meist mit 10 bis 20 US-Dollar Pauschalen für eine Transaktion. Bei deutschen Kreditinstituten fallen dagegen häufig prozentuale Provisionen bei der Abwicklung eines Kauf- oder Verkaufsauftrags an. Je nach Auftragsvolumen bedeutet das für den Kunden einen erheblichen Preisunterschied, welcher sich auf den Nettogewinn aus Daytrading-Geschäften auswirkt und berücksichtigt werden sollte bei Transaktionen.

    So, jetzt muss ich aber wieder… das Geld ruft!

  3. chrison 25 Jun 2009 at 15:12 3

    Richtig, vor allem mit Optionsscheinen kann man auch alles und noch viel mehr verlieren, da der Hebel ja auch nach untern wirkt. Viele nutzen die Optionsscheine ja nur um Kursverluste abzusichern. Das ganze ist sehr interessant. Bedeutet jedoch sich immer auf dem Laufenden zu halten.

    Ich kann mich noch entsinnen, dass ich gleich nach der Arbeit n-tv angeschalten habe, um News zu erfahren und parallel dazu online meinen Handel betrieb. Sowas wie Urlaub gab es nicht, immer das Handy an, um so den Markt zu verfolgen, d.h. immer wach bleiben.

    Kleiner Tipp für kleine Investoren: wer mit Aktien und Optionen schnell Geld verdienen will, muss auch damit rechnen das man Verluste einstecken muss. Diese sollte man immer einkalkulieren! Wer dazu nicht bereit ist, kann ja auf Fonds setzen oder das Geld einfach auf dem Sparbuch belassen 😉

    Hohe Zinsen kann man auch auf ausländischen Deviesen-Sparanlagen erhalten. So gibt es in einigen Ländern 50% Zinsen. KLINGT GUT, aber die Inflationsrate ist meist viel höher, also lieber Finger weg 😉

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