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workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Aug 24 2009

Mit vollgepackten Taschen

Abgelegt um 07:27 unter Kurzgeschichten

„Halt! Bleiben Sie doch bitte einmal stehen.“ Ich taste den Jungen ab und merke recht schnell, dass seine Hosentaschen voll gepackt sind. Er schaut etwas erschrocken. „Folgen Sie mir bitte“, fordere ich ihn auf und zwei Minuten später sitzen wir im Büro.
Ich bitte ihn seine Hosentaschen zu leeren und da kommt auch gleich so einiges ans Tageslicht. Anfangs dachte ich noch, dass seine Hose durch die vollen Taschen derart nach unten gezogen wird, doch diese hängt auch nach dem Leeren der Taschen noch auf Halbmast. Ich verstehe nicht was die Jungen von heute so toll daran finden, wenn sie den Mädels weder Hintern in der Hose zeigen, noch ordentlich gehen können. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen wie breitbeinig sie durch die Gegend laufen müssen, damit die Schlabberhosen ja nicht bis ganz unter die Knie rutschen?
Zurück zu den Gegenständen, die vor mir auf dem Tisch liegen. CDs, DVDs, Batterien… da wurde so einiges eingesteckt, jedoch muss ich feststellen dass all diese Sachen nicht in unserem Laden hier gestohlen wurden.

Ich habe somit natürlich keine Handhabe gegen den Jugendlichen hier vor mir, dennoch will ich, dass er seine Lektion lernt. Ich biete im folgenden Deal an: entweder kontaktiere ich die Polizei, die rausfinden wird wo er die Gegenstände entwendet hat, oder ich melde mich bei seinen Eltern, damit diese ihn abholen können.
Er flehte mich anfangs noch an, dass ich doch bitte die Polizei und die Eltern raushalten sollte, willigte nach einigen Wortwechseln jedoch ein und rückte mit der Telefonnummer des Elternhauses raus. Es muss halt auch mal wehtun, wenn man gegen das Gesetz verstoßen hat.
Nach gut 20 Minuten traf die weinende Mutter ein, gab Ihrem Filius gleich eine Standpauke und schnell brausten sie davon. Ich gehe mal davon aus, falls die Frau denn Kundin war, dass sie diesen Laden hier sicherlich nicht mehr in Zukunft betreten wird. Mögen wir nur hoffen, dass der Junge daraus gelernt hat.
Ich gehe zurück ins Büro und sehe die gestohlene Ware. Nach kurzen Überlegungen packe ich alles zusammen in eine Plastiktüte und werde diese heute Abend in einem Kinderheim abgeben. Ich setze mich immer gerne für den guten Zweck ein und bei Kindern bekommt man immer die größte Belohnung zurück: ihr glückliches Lächeln und das Blitzen in den Augen vor Glück.
Ladendetektiv ist an sich nicht meine Hauptaufgabe. Ich bin von Beruf her selbständiger Privatdetektiv, doch wenn die Auftragslage mal etwas abflaut, gibt mir der Ladenbesitzer (ein langjähriger Freund) die Möglichkeit hier und da mal gegen einen fixen Stundenlohn nach dem Rechten zu schauen. Da es hier aber mehr um die Bewachung des Ladens geht, als um reine Detektivarbeit, wird hierfür auch eine behördliche Bewachungserlaubnis benötigt, die ich besitze.
Als Privatdetektiv bekomme ich meist Aufträge, wo es um Ermittlungen in Partnerschafts-, Sorgerechts-, Unterhalts-, Erbschafts- oder anderen Familienangelegenheiten geht.
Falls Ihr aber jetzt an eine bestimmte Fernsehwerbung denkt, so muss ich Euch enttäuschen. Ich sitze nicht in einem abgedunkelten Büro, mit meinem Namen auf der Milchglastür und warte bis eine Dame reinkommt, die mir den Auftrag erteilt einen Optiker zu finden, der günstiger ist als Fielmann.
Ich betreibe meine selbständige Arbeit von zuhause aus und gehöre auch keiner Detektei an. Was ich aber genau bei der Arbeit zu tun habe, wie Fälle bei mir aussehen und was man hier und da über sich als Detektiv ergehen lassen muss, das werde ich Euch gerne in der nächsten Folge berichten.
Bis dahin, angenehmen Start in die Woche.
Mit detektivischen Grüßen,
Euer Sherlock Holmes

11 Kommentare

11 Kommentare zu “Mit vollgepackten Taschen”

  1. Svenon 24 Aug 2009 at 09:33 1

    Hi,

    ich mache das eigentlich sonst nie, weil ich auch hier und da Probleme mit meiner Rechtschreibung habe, aber könntest du vielleicht folgenden Satz umändern

    „Ich biete im folgenden Deal vor“ –> das tat weh beim lesen 😉 entweder schlägst du etwas vor oder du bietest an 😉 beides vermischt hört sich irgendwie blöd an 😉

    Ansonsten, geh noch mal kurz über den Text, er hakt noch an ein zwei anderen Stellen 😉

    Lieben Gruß

    Sven

  2. Alexon 24 Aug 2009 at 09:36 2

    Autsch.
    Ja, das hat wehgetan beim Lesen.
    Obwohl ich den Text 2-3x überlesen hatte, ist es halt nie ganz frei von Fehlern.
    Bin dir dankbar für deinen Hinweis – ist immer Willkommen!
    Gruß zurück und angenehmen Montag!

  3. Markuson 24 Aug 2009 at 13:32 3

    hmm manche dinge sollte man einfach nur tun und nicht darüber schreiben/reden oder sonstiges zwecks gewissen §reitern^^

  4. Alexon 24 Aug 2009 at 14:11 4

    Hey Markus,
    also ich persönlich habe kein Problem damit und bin sogar dankbar, wenn Fehler gemeldet werden.
    Und wie es sich gehört, hat Sven auch seine Antwort auf seinen Kommentar bekommen.
    Also für mich ist hier alles okay! 😉

  5. Markuson 24 Aug 2009 at 14:16 5

    sorry das meint ich nicht. klar ist user feedback immer gut und auch wichtig. ich meinte eher das mit dem eigentums erwerb an gestohlenen sachen (§935 glaub). ich denke jetzt verstehst mich. wollte nicht so direkt drauf eingehen, man weiß ja wie schnell manche sind, einem im inet versuchen einen strick zu drehen. ich bin mir nicht ganz sicher wie die lage da aussieht.

  6. Alexon 24 Aug 2009 at 14:29 6

    Ah, okay. Jetzt verstehen wir uns.
    Ja, mit § & Co muss man immer aufpassen. Jedoch würde ich gerne mal sehen, wei jemand einem einen Strick aus etwas machen will, was einer fiktiven Geschichte entspringt? 😉
    Danke aber für den Hinweis.

  7. frankon 25 Aug 2009 at 12:37 7

    Sehr interessanten Artikel,gefällt mir!Toller Blog!

    Viele Grüße

  8. Alexon 25 Aug 2009 at 13:18 8

    Hallo frank,

    danke für die Blumen. Freut mich dass der Artikel wie auch der gesamte Blog gefällt.

    Wünsche einen angenehmen Dienstag!

  9. Mattion 25 Aug 2009 at 20:36 9

    Na da bin ich ja gespannt auf die nächste Folge. Ist ja ein interessanter Beruf den du da hast. So stellt man sich das als außenstehender jedenfalls vor 🙂

  10. Tanjaon 27 Aug 2009 at 09:37 10

    Ich denke mal der Junge hat durch den Pfiff von seiner Mutter mehr gelernt und die Wahrscheinlichkeit dass er so eine dumme Aktion noch einmal startet ist geringer als wenn du die Polizei geholt hättest.
    Ich kann es mir nicht erklären, aber nach allem was ich weiß wirkt eine ordentliche Standpauke von den Eltern noch immer am Meisten.

  11. Alexon 27 Aug 2009 at 09:41 11

    Sehe ich genauso.
    Als ich ihm die Möglichkeit gab, sich zwischen Polizei und Eltern zu entscheiden, habe ich auch darauf gehofft, dass er sich für die 2. Variante entscheidet.
    Klar, das mit der Polizei tut auch weh, nur baut das für die Zukunft eher einen Groll auf, den der Junge dann gegenüber der Polizei empfindet.
    Was von den Eltern jedoch kommt, das bleibt meist haften und prägt einen.
    Alles in allem ist die Geschichte somit gut ausgegangen und der Junge wird seine Lektion gelernt haben.

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