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workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Feb 23 2010

Erfolgreich abschleppen!

Abgelegt um 13:27 unter Kurzgeschichten

+++ Jubiläum +++ 50. Folge +++ Jubiläum +++ 50. Folge +++

Heiliger Bimbam! Schon von weitem erkennt man den umgestürzten Lastwagen. Auf der anderen Straßenseite hängt ein Kleinwagen am Baum. Um Letzteren werde ich mich dann bald kümmern. Die Polizei, Feuerwehr und zwei Krankenwagen sind bereits vor Ort. Ich stelle mein Abschleppfahrzeug an dem Straßenrand ab, begebe mich zum nächsten Polizisten und erkundige mich über die Lage.
Das Auto wollte dem Lastwagen ausweichen, worauf hin beide Fahrer in die entgegengesetzte Richtung gesteuert hatten. Der Laster ist darauf hin links in eine Böschung gerutscht und auf die Seite gekippt. Der Wagen hingegen hat den Lkw leicht touchiert und ist dann am Straßenrand an einen Baum geknallt.
Die Fahrerin des Autos kam mit nur leichten Blessuren davon und auch ihr Kleinkind im Fond, hat den Unfall sicher im Kindersitz überstanden. Den Fahrer des Lastwagens musste die Feuerwehr von der Beifahrertür her rausziehen, da das Fahrerhaus seitlich auf die Fahrertür gekippt war. Aber nach dem ersten Anblick bin ich froh, dass es doch noch so glimpflich ausgegangen ist.
Nun aber zu meiner eigentlichen Arbeit. Abschleppen, bergen, transportieren und sicher stellen.
Nach dem Unfall wurde ich von der Polizei informiert, dass ich einen verunfallten Pkw abtransportieren soll. Verunfallt klingt für mich noch etwas harmlos, wenn ich mir den Wagen genauer anschaue. Die Frontpartie ist seitlich komplett kaputt, vermutlich hat es auch den Motor zerhauen, die Vorderachse ist durch und auch die gesamte rechte Beifahrerseite ist verzogen. Kurzum Totalschaden.
Da hat die Mutter Glück gehabt, dass der Kindersitz hinter ihr und nicht hinter dem Beifahrersitz angebracht war, sonst hätte es durchaus schlimmer ausgehen können. Prinzipiell soll man das Kind sowieso immer hinter den Fahrersitz setzen, da der Fahrer in einer Gefahrensituation aus Reflex immer zuerst sich selbst retten will. Wenn es dann also zum Ausweichmanöver kommen sollte, ist nach dem Fahrersitz, der Sitz dahinter der sicherste Platz im Auto.
Die Feuerwehr hat bereits ein Warndreieck auf die Straße gestellt, ich trage meine Warnweste und somit beginne ich mit meinem rot-weiß-gestreiften Pannenwagen die Arbeit.
Nachdem ich das Auto auf meinem Wagen gesichert habe, halte ich noch einmal Rücksprache mit der Besitzerin und der Polizei. Da der Wagen nicht mehr wirklich viel wert ist, bekomme ich von der Frau den Auftrag, das Auto gleich bei Ihrem Autohändler abzuliefern. Auch muss die Frau, dank Ihrer Mitgliedschaft beim ADAC, keine Zusatzkosten bezahlen, da die Bergung vom Abschleppdienst durch den Mitgliedsbeitrag abgedeckt ist und die Fahruntüchtigkeit des Fahrzeugs ganz eindeutig ist.
Apropos Fahruntüchtigkeit. Das erinnert mich an einen Urlaub mit meinen Kumpels vor einigen Jahren. Ja, es war Mallorca und ja, eine Woche Ballermann stand an. Zu diesem Anlass haben mir die Vier doch nicht tatsächlich ein T-Shirt drucken lassen mit der Aufschrift: Erfolgreich abschleppen.
Naja, immer noch besser, als wenn ich Klempner wäre und sie mir den Spruch: „Ich verlege die dicksten Rohre“ oder ähnliches, verpasst hätten.
Kennen Sie das eigentlich auch? Man fährt in den Urlaub und zieht dort dann auf einmal Sachen an, die man zu Hause so nie tragen würde? Oder noch besser… man kauft sich Kleidung oder Dekoration von der man im Urlaub absolut angetan ist und sobald man wieder in den eigenen vier Wänden ist, denkt man: Huch, was soll ich denn mit dem Sch***?
Lassen wir Urlaub mal Urlaub sein und ich gehe dann mal wieder meiner Arbeit nach.
Ich verabschiede mich von allen Beteiligten und mache mich mit dem Totalschaden auf den Weg zum gewünschten Autohaus. Unterwegs muss ich an einige vergangene Abschleppaktionen denken. Was hat man da nicht schon alles erlebt. Einmal bekam ich einen Anruf, ich sollte ein Fahrzeug abschleppen, da dieses nicht mehr zu manövrieren sei und als ich an der besagten Stelle eintraf, war vom Auto keine Spur mehr zu finden. Als ich den Mann dann anrief, teilte er mir mit, dass er es doch noch versucht hatte und es bis zum nächsten Autohändler geschafft hätte. So stolz er darauf war, soviel hatte er dann aber auch leider am Wagenzustand verschlimmert. Die Bremsbacken waren hin, der Lenkung hat er ebenfalls keinen Gefallen getan und auch trotz seiner gefühlten Heldentat fielen dennoch die Kosten für eine Leerfahrt des Abschleppfahrzeuges an.
Witziger ging es zu, als ich als Abschleppdienst einen Abschleppwagen abtransportieren musste. Tja, auch das kommt vor.
Beim Autohaus angekommen, lade ich den Unfallwagen ab, kläre alle notwendigen Details mit der Empfangsdame und der Feierabend kann kommen. Fast.
Zuerst muss ich meinen Abschleppwagen zurück zum Unternehmensparkplatz bringen und dann habe ich noch eine ganze Liste meiner Frau abzuarbeiten. Ganz oben steht natürlich der Einkauf. Des weiteren hat unser Sohnemann bald Geburtstag und dafür soll sein erstes Mobiltelefon unter die Geschenke. Deshalb muss ich mich in einem Telefonladen auch noch über die momentanen Prepaid-Tarife schlau machen. Wir wollen ihm, was sein Guthaben angeht, schließlich etwas auf die Finger schauen.
Da er Autonarr ist – ganz der Papi – tut er es uns auch nicht wirklich schwer was Geschenkideen angeht. Ein Autolexikon wird es somit noch obendrauf geben, damit er von A bis Z voll in seinem Element ist. Jetzt habe ich aber genug verraten, nicht dass mein Junior hier noch mitliest.
Nicht mehr lange also, dann steht der wohlverdiente Feierabend an. Und auf eines freue ich mich ganz besonders heute Abend, denn bei meiner Lieblings-Soap wird heute Jubiläum gefeiert wird – die 50. Folge! Also ab in den Fernsehsessel, Füße hoch und genießen!

8 Kommentare

8 Kommentare zu “Erfolgreich abschleppen!”

  1. Tarikon 23 Feb 2010 at 20:10 1

    Cooler Beitrag!

    Auch wenn mich der Beruf eher weniger interessiert… 🙂
    Dass der Sohn ganz nach dem Vater kommt, tut mir fast schon ein bisschen Leid, ich würde viel machen, aber den gleichen Beruf wie mein Vater, das muss nun wirklich nicht sein. 😛

  2. Alexon 24 Feb 2010 at 08:18 2

    Hey Tarik.

    Freut mich dass der Beitrag gefällt. Gerade weil dich der Beruf auch nicht wirklich interessiert, ist es eigentlich als Lob zu nehmen, dass die Folge dennoch gefällt. Also Danke. 🙂
    Und zum Vater… ich bin früher immer davon ausgegangen, den gleichen Berufsweg zu gehen, wie mein Vater. Während der Schulzeit, der Unizeit, sogar noch nach der Uni und wie ging es aus? Bin nun in einem komplett anderen Berufsfeld tätig und zufrieden. Ich glaube mein ist es auch. 😀

    Angenehmen Mittwoch,
    Gruß nach Argentinien,

    Alex

  3. Arven (Michaela)on 24 Feb 2010 at 23:40 3

    Wie immer eine absolut tolle geschichte! 🙂

  4. Alexon 25 Feb 2010 at 09:23 4

    Schlicht und einfach: Danke! 🙂

  5. Michaelon 26 Feb 2010 at 10:14 5

    is auch kein beruf für mich. wenns regnet usw und man muss z.b. auf der autobahn in einander verkeilte autos bergen. Nix für mich. Aber gut dass es leute gibt die soetwas machen 😉

  6. Alexon 26 Feb 2010 at 10:37 6

    Hallo Michael.

    Willkommen auf workaBLOGic und danke für deine Meinung zum Beruf „Abschleppdienst“.
    Ja, es gibt sicherlich „trockenere“ Arbeitsplätze als den, des Abschleppdienstes. Dennoch, wie du richtig schreibst, ist es gut dass es Leute gibt, die diesen Beruf ausüben.
    Somit ein Hoch auf all unsere beruflichen Abschlepper, die einem bei Wind und Wetter stets zur Seite stehen, wenn denn nötig. 😉

    Wünsche dir ein angenehmes Wochenende und danke für den Besuch.

    Alex

  7. Erdbeereon 26 Feb 2010 at 20:53 7

    Bei Deinem Beruf muss man sich auch erst einmal ein dickes Fell zulegen. Ich weiß nicht, ob ich das Leid der Unfallopfer so wegstecken könnte. Nach einer Zeit vielleicht, aber bis dahin hätte ich sicher tränenreiche Nächte.

    Ich wusste gar nicht, das Du Deine Urlaube auf Malle verbringst *g*

    Gruß
    Erdbeere
    P.S. Übrigens schöner Bericht!

  8. Alexon 27 Feb 2010 at 14:49 8

    Hallo Erdbeere, die mit dem tollen, neuen und frischen Theme. 🙂

    Danke für deine Rückmeldung zu meiner Arbeit. Wobei ich auch gleich sagen muss, dass die Feuerwehr und Polizei ja meist umgehend am Ort des Geschehens sind. Will heißen, dass die eher das dickere Fell brauchen, denn es ist nicht all zu selten, dass ich am Unfallort ankomme und die Schwerverletzten und Geborgenen schon per Helikopter oder mit dem Krankenwagen unterwegs sind. Daher passt das schon für mich. 😉
    Und was den Urlaub angeht… tja, jung, mit Kumpels… da geht man halt eher dorthin als ins Wellnesshotel, oder? 😀
    Danke für dein PS, angenehmes Wochenende,

    Alex

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