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Herzlich Willkommen auf workaBLOGic!

workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Archive for the 'Kurzgeschichten' Category

Mai 07 2009

Der Kunde ist König

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Endlich Pause. Man steht sich bei meinem Beruf regelrecht die Beine in den Bauch und so ist es ein richtiger Genuss als ich endlich mal wieder sitzen kann. Eine Kollegin und ich sind gerade in der Cafeteria angekommen und während unserer Pause wird es vermutlich wieder nur ein Thema geben… wird hier dicht gemacht? Stehen wir bald auf der Straße? Wie geht es weiter? Wir sind Verkäuferinnen in einem großen, deutschen Kaufhaus und momentan geht bei uns allen die Angst um.
Das Arbeitsklima hat sich die letzten Monate drastisch verschlechtert und auch die Stimmung zuhause sinkt fast täglich bei all den Horrormeldungen. Mein Mann und ich sind beide berufstätig, haben zwei kleine Kinder und kommen mit unserem Einkommen so gerade über die Runden. Der Hauskredit wird noch abbezahlt, der letzte Urlaub liegt auch schon ein paar Jährchen zurück und wenn nun auch noch einer von uns seinen Job verlieren sollte, dann sieht es düster aus.
A propos düster. Seit geraumer Zeit scheint er zwar wie vom Erdboden verschluckt, aber mir fiel einige Monate lang ein Kunde auf, der immer wieder in unser Kaufhaus zurückkehrte und sich stets das Gleiche gekauft hat. Schwarzer Pulli, schwarze Hose, schwarzes T-Shirt und die passenden Strümpfe und dann war es das wieder für ein paar Tage oder Wochen. Dann war er auf einmal wieder da und das gleiche Spielchen began von vorne. Schon merkwürdig. Naja, vielleicht hört er ja düstere Metal-Musik, hat einen exorbitanten Verschleiß an Kleidung oder ist gar ein Meisterdieb? Zumindest das letzteres ist Quatsch, denn meiner Meinung nach, hat ein Profi ja sicherlich besseres zu tun als sich immer wieder die gleiche Kleidung aus einem Kaufhaus zu besorgen.
Genau das liebe ich so an meiner Arbeit. Man kommt mit den verschiedensten Menschen in Kontakt und kann sich mit blühender Fantasie die Welt hinter deren optischer Fassade selbst etwas ausmalen.
Aber wie auch immer… Continue Reading »

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Apr 29 2009

Räuber Hotzenplotz

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Observierungen sind das A und O in unserer Branche. Bevor man sein Ding durchzieht muss man das Risiko bestmöglich minimiert haben, die Lage ausgekundschaftet sein und sobald man alle Planungen abgeschlossen hat, kann es losgehen.
Ich selbst habe mich auf Raubüberfälle spezialisiert. Die einen mögen lieber Autodiebstahl, Einbrüche oder Entführungen, aber da ich weder die nötigen Connections habe um die Autos später zu verticken, noch Menschen in Gefahr bringen will, ist die sauberste Lösung für mich der normale Überfall.
Mein erster Coup war damals eine Tankstelle. Wobei ich von Coup nicht wirklich reden kann, denn ich ging leer aus. Es war sogar richtig peinlich, wenn ich ehrlich bin. Zuerst bin ich rein und habe mich nicht getraut. Als ich mich dann aber endlich überwunden hatte und wild mit meinem Kleinkaliber rumfuchtelte, fingen die Kassiererinnen so laut an zu kreischen, dass ich nur noch einen Ausweg sah: raus hier! Was hätte ich auch anderes tun sollen? Meine Waffe war noch nicht einmal geladen und wenn drei Frauen gleichzeitig anfangen zu schreien, das ist vom Lärmpegel einfach zu viel des Guten.
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Apr 26 2009

1, 2 Polizei, 3, 4…

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Heute ist mal wieder nichts los, aber absolut gar nichts. Tja, was will man aber auch anderes erwarten in einem Zweihundert-Seelendorf?
Ich arbeite mit zwei Kollegen mitten in der Pampa auf einem Polizeirevier.
Ok, das Dorf ist süß und hat auch seinen Charme, aber hier auf dem friedlichen Land, da wird die Polizei so oft benötigt wie ein Rasenmäher auf einem Parkplatz – gar nicht!
Das einzige wofür wir mal aus unserem Revier müssen, ist wenn eine Schafherde die Straßen verstopft oder ein Wirt seinen betrunkenen Gast nicht los wird, aber sonst?

Noch nicht einmal Einbruch oder Diebstahl würde sich hier lohnen. Der Einbrecher könnte wohl höchstens Omas Schmuckschatulle entwenden und ein Autodiebstahl bringt hier auch keinem was. Wer klaut auch schon einen Traktor oder eine alte 200.000 km gelaufene Mühle? Das einzige Auto was sich zu stehlen lohnen würde, wäre ein 3er BMW. Aber der gehört unserem Bürgermeister und da würde sich sicherlich keiner dran trauen. Wie Ihr merkt, hier ist in allen Bereichen absolut gähnende Leere angesagt.
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Apr 23 2009

Die 3 von der Tankstelle

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Was bin ich froh dass wir heutzutage nur noch an der Kasse sitzen und nicht mehr raus müssen um als Serviceleistung die Autos der Kunden zu betanken und die Fenster der Wagen zu reinigen.
Für Euch mag das jetzt selbstverständlich klingen, aber es ist noch keine zehn Jahre her als ich in einem Provinzdorf an einer Tankstelle gearbeitet habe, wo die Besitzer diesen Service immer noch angeboten haben. Sicherlich hatte das auch mit ihrem Alter zu tun, denn das Paar war schon ein gutes Stück über achtzig und kannte diesen Service wohl noch aus den 40er Jahren. Aber wir sind nun mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen und da die Tankstelleneigentümer dieses Jahrhundert nicht mehr miterleben durften und die Erben das Grundstück der Tankstelle lieber zum Bau eines Wohnhauses nutzen wollten, bin ich halt mittlerweile in Luxemburg angekommen und arbeite hier an einer Markentankstelle eines großen und bekannten Ölkonzerns.
Kleine Anmerkung: Continue Reading »

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Apr 19 2009

Zwischen Diktiergerät, Block und Bleistift

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Ich klemme mir noch schnell meinen Schreibblock unter den Arm, sperre meine Haustür zu und mache mich auf den Weg zu meinem Interviewtermin.
Nein, nicht ich werde heute interviewt sondern Bibi Krings. Ich bin von Beruf her freier Journalist und so kommt es dass ich hin und wieder auch mal Aufträge im Ausland habe und heute verschlägt es mich in unser kleines Nachbarländchen Luxemburg. Bibi Krings hat dort einen hohen Bekanntheitsgrad und nach den Interviews am vergangenen Wochenende, wo ich auf einem Schloss dreißig Minuten lang Gespräche mit der High Soctiety führen durfte ehe wir Journalisten höflich vom Fest ausgesperrt wurden, kommt es mir heute sehr gelegen mal wieder einen etwas ruhigeren Arbeitstag vor mir zu haben.
Dass Journalismus zu meinem Traumberuf wurde, habe ich an sich den Journalisten selbst zu verdanken. Immer wenn ich im Jugendalter Interviews im Radio oder auf dem Fernseher hörte, respektiv sah, hatte ich meist nur einen Gedanken: das muss und werde ich besser machen!
Ob das jetzt schlussendlich auch so ist, überlasse ich anderen. Aber einen Kai Ebel würde ich sicherlich in die Tasche stecken.
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