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Herzlich Willkommen auf workaBLOGic!

workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Archive for the 'Soap' Category

Okt 28 2009


Alex

Etwas schärfer, bitte!

Filed under Soap

Ja, das gibt es wohl doch eher selten, dass sich Geschwister so gut untereinander verstehen. Doch meine Schwester und ich, wir sind unzertrennlich. Das war schon von Kindesbeinen an so. Die Sandkiste haben wir uns brav geteilt, in den Schulpausen standen wir stets zusammen, wir sind in der wilden Jugendzeit gemeinsam um die Häuser gezogen und die anschließende Ausbildung zum Optiker haben wir ebenfalls zusammen durchgezogen.
Heute führen wir zu Zweit einen Optikerladen und verteilen uns die Arbeit gerecht auf unseren Schultern. Wir teilen uns die Arbeit sogar so gut, dass man an sich nur jeden zweiten Arbeitstag im Laden stehen muss. Da wir uns die Geschäftsleitung teilen, genügt es ja, wenn einer von uns täglich morgens bei Ladenöffnung dabei ist und abends wenn die Türen geschlossen werden. Aber einen von uns erwischt man immer.
So kam es also, dass meine Schwester (sie ist sogar große Schwester) und ich die drei Jahre Lehrzeit gemeinsam abgelegt hatten. Wir mussten uns die handwerklichen Tätigkeiten wie Schliff und Montage von Brillengläsern in Fassungen, Reparaturen von beschädigten Brillen und ähnlichem aneignen. Ebenfalls durchliefen wir organisatorische Tätigkeiten wie die Auftragsabwicklung und ebenfalls wurden wir im Umgang mit den Kunden geschult. Hier standen Verkaufsgespräche, Reklamationsbearbeitung und der gleichen an.
Anschließend ging es dann noch zur Meisterschule und nach weiteren zwei Jahren hatten wir den Abschluss des “staatlich geprüften Augenoptiker” in der Tasche. Danach kam dann nur noch der 4. Teil der Meisterprüfung und wir haben unser Ziel erreicht, den Meisterbrief.
Wenn ich an die Zeit der Lehre zurück denke… es war eine wunderbare Zeit. Man hat viel gelernt, es war sehr interessant und man hatte auch noch für dies und jenes Zeit, für das man heutzutage vor lauter Arbeit keine Zeit mehr freischaufeln kann. Gerade ich als angehender Optiker, sollte damals doch gewusst haben, dass stundenlanges Computer spielen nicht unbedingt förderlich ist für die Augen.

Bild von quantum bunny

Doch ich konnte den damaligen Amiga-Spielen wie Buggy Boy, Rick Dangerous und Anstoss einfach nicht widerstehen. Heute trage ich Brille, meine Schwester nicht. Das habe ich dann wohl davon.
Seit rund zwanzig Jahren betreiben wir nun unseren Optikerladen in der Innenstadt. Continue Reading »

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Okt 21 2009


Alex

Auf den Fersen der Storchentante

Filed under Soap

Morgens 4 Uhr. Im Halbschlaf hört man das Piepen des Pagers und hofft unterschwellig dass es nur ein Irrtum ist oder ein Traum.
Kein Irrtum, das Ding piept permanent weiter. Also raus aus dem Bett und los geht’s. Keine Zeit für eine Dusche, keine halbe Stunde im Bad um sich zu schminken und Zähnchen zu schrubben. Das muss alles warten. Ich springe nur in die Jeans, T-Shirt, Jeansjacke drüber, Handy, Autoschlüssel, das berühmte “Köfferchen” und los geht’s…

Es ist dunkel und mir ist kalt. Im Gedanken geht man die Patientenkarte und Krankengeschichte der Patientin durch.
Termingeburt? Zu früh? Könnten Probleme kommen?
Mike Oldfield dudelt leise aus dem Autoradio als ich meinen Wagen vor einem kleinen Einfamilienhaus abstelle.
4:45 Uhr. Ein aufgeregter Mann öffnet sofort die Haustür um mich rein zu lassen. Seine Stimme überschlägt sich um mir mitzuteilen wie es seiner Frau geht.

Im Wohnzimmer grinst mir eine junge Frau entgegen mit den Worten “Endlich, der Zwerg lässt sich aber auch Zeit”. Ich grinse zurück, erleichtert dass sie entspannt ist und nicht aufgeregt oder gar verzweifelt wie in vielen Fällen. Ich checke die Vitalwerte, erkundige mich nach den Abständen der Wehen und rufe einen Krankenwagen. Regelmäßige Wehen alle vier Minuten Zeit um ins Krankenhaus zu fahren.

Inzwischen ist die Oma der Familie da um sich um die zwei Kleinen zu kümmern die seelig ruhig schlafen, während ihr Geschwisterchen sich langsam aber sicher auf den Weg macht. Der werdende Papa ist schon startbereit mit Tasche und Handy bewaffnet und begleitet seine Frau mit dem Krankenwagen. (Er ist verdächtig blass um die Nase…)
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Okt 14 2009


Alex

Im Biss

Filed under Soap

Pommes rot-weiss, Pommes Schranke oder auch einfach Pommes mit Ketchup und Majo. Wer kennt es nicht? Dazu noch leckere Currywurst, Bratwurst und sonstige einfach und schnell zubereitete Leckereien, das alles gibt es in meiner Imbissbude. Meinen Imbissstand findet man zwar weder in Berlin, noch im Ruhrgebiet, dennoch biete ich die gute, alte Currywurst auch bei mir hier in Baden-Württemberg an.
Heutzutage liest man auch immer mehr von “Snackbar”, aber auf meiner Bude prangt in großen Lettern “Ingo’s Imbiss” und dabei wird es auch in Zukunft bleiben. Zu einem Bekanntheitsgrad wie Konnopke’s Imbiß in Berlin, hat es Euer Ingo allerdings noch nicht geschafft.
Ich habe soeben die Getränke im Kühlschrank aufgefüllt. Cola, Wasser, Säfte, Dosenbier und auch Schokoladenmilch für die kleineren Gäste. Jetzt geht es vor den Kiosk noch schnell die Stehtische aufklappen, links und rechts von meinem Stand kommen noch Abfalleimer hin um unsere Stadt schön sauberzuhalten und dann bin ich auch schon mehr oder minder bereit für die Kundschaft.
Auch wenn es praktisch wäre, wissen Sie warum meist nur Stehtische und keine richtigen Sitzgelegenheiten bei Imbissbuden angeboten werden? Wenn der Betreiber einer Pommes- oder Würstchenbude Sitzplätze anbietet, muss er nämlich auch eine Toilette vorzuweisen haben. Sonst kommt es zu Problemen mit dem Ordnungsamt. Deshalb gibt es auch bei mir nur die Theke und drei Stehtische um sein Essen zu verzehren. Meist nehmen die Leute ihr Essen ja eh mit auf den Weg, vor allem jetzt, wo doch wieder langsam aber sicher der Winter Einkehr erhält.
Ich reihe noch schnell die Pappteller, das Plastikgeschirr und die Servietten nebeneinander und der erste Gast kann kommen.
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Okt 05 2009


Alex

Klein, kleiner, am kleinsten

Filed under Soap

Ich werfe noch einmal einen Blick in die Akte. Sieht soweit alles gut aus, nichts auffälliges. Ich schlendere den Gang hinunter, schaue nach links um die Ecke in den Wartesaal und rufe den Namen meiner nächsten Patientin auf. Ich begrüße sie, lasse sie voran in mein Büro gehen und schließe hinter ihr die Tür.
Die Frau ist in der 21. Schwangerschaftswoche und somit steht heute die 2. Ultraschall-Untersuchung an. Die Erste war bereits vor elf Wochen, wo noch eine Vaginalsonographie durchgeführt wurde. Heute wird abdominal, sprich per Bauch-Ultraschall, untersucht.
Ich frage meine Patientin, wie es ihr geht und wie sie sich fühlt und nach einem kurzen Gespräch bitte ich sie in den Nebenraum.
Noch schnell tippe ich einige Daten in mein Laptop ein, gehe anschließend rüber in den zweiten Raum, wo mich meine Patientin bereits erwartet. Ich streife mir Handschuhe über und als die Frau auf dem Rücken vor mir liegt, kann die Untersuchung beginnen.
Zuerst kommt das für Frauen so oft als unangenehm empfundene Gel auf die Bauchdecke. Dies ist nötig, da die Schallwellen des Ultraschalls durch das Gel leichter in das Innere des Körpers gelangen. Nun bewege ich den Schallkopf über den Bauch und die Frau ist ganz aus dem Häuschen als sie ihr kleines Baby sieht, wie es sich eifrig wendet und dreht. Man könnte fast meinen, es hätte uns zugewunken. Continue Reading »

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Sep 23 2009


Alex

Ich schubse für mein Leben gern

Filed under Soap

Ich ziehe mein Handgepäck hinter mir her und gehe in Richtung Ausgang. Es ist jedesmal die gleiche Prozedur. Sobald wir gelandet sind und die letzten Passagiere das Flugzeug verlassen haben, greife ich nach meinem Mobiltelefon, schalte es ein und wähle die Nummer meines bevorzugten Taxiunternehmens. Wenn die Maschine dann fertig zum Verlassen ist, mache ich mich mit meinem hinter-mir-her-ziehenden Köfferchen auf den Weg durch den Terminal bis vorne hin zum Taxistand, wo dann auch bereits mein gerufenes Taxi auf mich wartet. Wieder in der Heimat und ab nach Hause.
Ich bin von Beruf her Flugbegleiterin, oder wie es meist genannt wird Stewardess. Einige benutzen auch gerne den Begriff Saftschubse, worüber ich wirklich herzlich lachen kann. Bei Notrutsche hört der Spaß dann allerdings auf. Wussten Sie, dass sich Saftschubse seit 2004 doch tatsächlich sogar im Duden wiederfindet?!
Und obwohl wir unseren Beruf in jedem Wörterbuch finden, gelten wir in Deutschland als formal nicht qualifizierte Arbeitskräfte und unsere Tätigkeit ist nicht als Ausbildungsberuf anerkannt. Flugbegleiter werden zwar in einem mehrwöchigen Grundkurs theoretisch und praktisch ausgebildet, aber die Ausbildung endet mit einer firmeninternen Abschlussprüfung, die staatlich nicht anerkannt ist.
Dennoch war und ist es immer noch mein Traumberuf. Ich bin bei jedem Flug mit Menschen in Kontakt, ganz zu schweigen von den süßen Kindern, die ganz aufgeregt sind und gebannt aus dem Flugzeug starren. Darüber hinaus komme ich viel in der Welt rum und auch die sonstigen Ermäßigungen wie die preisreduzierten Flugtickets und andere Rabatte bei touristisch angebotenen Dienstleistungen, sind nicht zu verachten.
Klar gibt es wie in jedem Beruf auch negative Aspekte. Die Zeitumstellungen, der sogenannte Jetlag, man ist oft und lang von seinem sozialen Umfeld zuhause weg und wir haben weder Anspruch auf freie Wochenende noch Feiertage. Dafür haben wir aber bei Vollbeschäftigung zehn freie Tage im Monat beziehungsweise 35 freie Tage im Quartal. Einige meiner Kollegen haben auch häufig mit Schlafmangel zu kämpfen. Was dieses Problem anbelangt, bin ich jedoch wie ein Kleinkind – ich kann immer und überall gut schlafen. Und was man zwar auch hin und wieder mal liest und hört, mir jedoch noch nicht passiert ist, ist der vulgäre und peinliche Klapser auf den Hintern von Fluggästen.
Meist sind es ja sogar die aus der First Class, die sich zwar vorkommen wie Graf Koks aber sich aufführen wie die letzten Rabauken. Continue Reading »

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