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	<title>workaBLOGic &#187; Buchhalterin</title>
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	<description>- hier wird ganze Arbeit geleistet -</description>
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		<title>Aktiva &amp; Passiva</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 23:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buchhalterin]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ist so peinlich. Jetzt kneift mir mein Chef doch tats&#228;chlich in den Po und das im Beisein der Frau die sich gerade hier um eine Stelle bewirbt. Wenn ich ihren Gesichtausdruck richtig deute, hat sie aber mittlerweile eh schon mit diesem vakanten Posten hier abgeschlossen &#8211; Recht hat sie!
Ich kam vor &#252;ber zwei Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ist so peinlich. Jetzt kneift mir mein Chef doch tats&#228;chlich in den Po und das im Beisein der Frau die sich gerade hier um eine Stelle bewirbt. Wenn ich ihren Gesichtausdruck richtig deute, hat sie aber mittlerweile eh schon mit diesem vakanten Posten hier abgeschlossen &#8211; Recht hat sie!<br />
Ich kam vor &#252;ber zwei Jahren nach Deutschland, als am 1. Januar neben Rum&#228;nien auch mein Heimatland Bulgarien in die &#8211; nun aus siebenundzwanzig Mitgliedstaaten bestehenden &#8211; EU aufgenommen wurde und versprach mir von Deutschland ein besseres Leben.<br />
Ich hatte an einer der einundf&#252;nfzig Universit&#228;ten Bulgariens meinen Abschluss in &#214;konomie gemacht, genauer gesagt an der Freien Universit&#228;t Burgas. Burgas und Varna sind vielleicht f&#252;r einige von Euch ein Begriff, da Touristen meist neben dem Goldstrand auch diese beiden St&#228;dte besichtigen.<br />
Aber zur&#252;ck nach Deutschland und zu meinem cholerischen Chef.<br />
Als ich wie gesagt vor gut zwei Jahren hier ankam, las ich, dass eine Unternehmensberatung nach einer Buchhalterin sucht. Ich habe mich darauf hin vorgestellt und wurde auch gleich &#252;bernommen. Mein Start im fremden Land war somit gegl&#252;ckt, ich hatte bereits eine Mietwohnung bezogen (1-Zimmer-K&#252;che-Bad) und hatte mich auch gleich in Abendkurse eingetragen um mein Deutsch weiter voranzutreiben.<br />
F&#252;r mich ist es selbstverst&#228;ndlich, sich so schnell und gut es geht in einem neuen Land zu integrieren. Wenn ich da andere Menschen hier sehe, die sich von der &#8220;realen&#8221; Welt total abgrenzen und nur in ihrer Eigenen leben, finde ich dies sehr bedauerlich und sehe es auch schon fast als Verachtung gegen&#252;ber dem Land, in dem sie wohnen.<br />
Aus dem Nebenraum vernehme ich ein lautes Fluchen <span id="more-590"></span> und so &#246;ffne ich ganz vorsichtig die Zwischent&#252;r um zu schauen, ob denn alles so weit ok ist. Mein Chef sitzt mit hochrotem Kopf an seinem Arbeitsplatz, die Frau von vorhin ist bereits verschwunden und so wie es ausschaut, hat sie dem Stinkstiefel mal ordentlich Paroli geboten. Wenn ich ehrlich bin, genie&#223;e ich gerade den Moment, da er es nicht besser verdient hat. Gegen&#252;ber meinem Chef, halte ich nat&#252;rlich meine Meinung f&#252;r mich, noch. Denn ich will erst einmal ein paar Jahre Arbeitserfahrung hier in Deutschland sammeln, mein Curriculum vitae etwas aufpolieren und werde dann sicherlich, sobald mir die M&#246;glichkeit er&#246;ffnet wird, die Arbeitsstelle wechseln. Und an dem Tag, an dem ich &#8220;&#8230;und tsch&#252;ss&#8221; sage, wird der Choleriker noch sein Fett wegbekommen. Vielleicht passiert mir ja an meinem letzten Arbeitstag ganz zuf&#228;lligerweise ein kleines Malheur? Ist bestimmt unangenehm, wenn einem br&#252;tend hei&#223;er Kaffee in den Schritt gesch&#252;ttet wird. Welches Mi&#223;geschick aber auch. Und die bl&#246;den Flecken auf der Hose&#8230; Bis dahin, werde ich die typischen Waffen einer Frau aber noch ruhen lassen und brav meiner Arbeit nachgehen und die Mandantenbuchf&#252;hrungen durchf&#252;hren.<br />
Abgesehen vom Chef, gef&#228;llt mir die Arbeit ja auch. Ist ja auch das wof&#252;r ich jahrelang studiert habe. Besser als eine Freundin aus Bulgarien, die ebenfalls mit mir nach Deutschland kam, hier aber in einem Etablissement arbeitet, wo sie doch eher nur leicht bekleidet sind. Das soll jetzt nicht abwertend klingen. Jedem das Seine und es sollte sich an sich heute auch nicht mehr um ein Tabuthema handeln, wenn man mich fragt. Es geht hier ja schlie&#223;lich um das &#228;lteste Gewerbe der Welt. Nur bin ich halt gl&#252;cklich einer soliden Arbeit nachzugehen.<br />
Jetzt w&#228;lze ich noch ein wenig durch Bilanzen und doppelte Buchf&#252;hrungen und dann ist es auch schon wieder 18 Uhr und mein Arbeitstag ist beendet.<br />
Und all denen, die das hier gerade lesen und momentan schlecht auf ihren Chef zu sprechen sind&#8230; denkt daran, dass es immer noch mindestens einen Chef auf der Welt gibt, der noch schlimmer ist!</p>
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