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	<title>workaBLOGic &#187; Frisöse</title>
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		<title>Messer, Gabel, Schere, Licht, sind f&#252;r diese Fris&#246;se nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 16:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soap]]></category>
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		<description><![CDATA[“Pfui Taxi, pfui!” Mein Hund hat irgendwie die Angewohnheit am liebsten gegen die Mauer unseres Nachbarwohnhauses zu machen. Es ist ja verst&#228;ndlich dass er den Druck sofort mal abbauen will sobald wir bei uns aus dem Haus sind aber muss es denn immer direkt an der n&#228;chstbesten Wohnhausmauer sein? Wie sieht das denn aus? Dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Pfui Taxi, pfui!” Mein Hund hat irgendwie die Angewohnheit am liebsten gegen die Mauer unseres Nachbarwohnhauses zu machen. Es ist ja verst&#228;ndlich dass er den Druck sofort mal abbauen will sobald wir bei uns aus dem Haus sind aber muss es denn immer direkt an der n&#228;chstbesten Wohnhausmauer sein? Wie sieht das denn aus? Dann wird doch wieder sofort getuschelt: “Ah hier, die Frau Soundso, die l&#228;&#223;t Ihren Hund wieder &#252;berall seine Gesch&#228;fte verrichten.” Es w&#228;re ja nicht zum ersten Mal wo ich von einem Nachbarn bei der Gemeinde angeschw&#228;rzt werden w&#252;rde. Jetzt kommt auch noch der Brieftr&#228;ger um die Ecke gefahren. “Taxi, komm weiter, komm…” und ich zwinker ganz verrucht meinem Lieblingspostboten entgegen. Ich wette ich komme gut bei dem an.<br />
Voller Selbstbewusstsein stolziere ich also weiter den B&#252;rgersteig entlang und sehe am Kirchenturm dass es bereits 8:27 ist. Bald muss ich also wieder zur Wohnung umkehren damit ich auch p&#252;nktlich um 9 Uhr im Fris&#246;rladen stehe. Nicht dass es wieder einen R&#252;ffel von der Chefin gibt.<br />
Och man, Chefin… was w&#228;re ich gerne selbst meine eigene Chefin, h&#228;tte meinen eigenen Fris&#246;rsalon und k&#246;nnte den mal so richtig peppig einrichten wie es mir gerade gef&#228;llt. Nicht alles so grau in grau und langweilig wie es bei meiner Chefin der Fall ist. Aber nun gut… mein eigener Fris&#246;rsalon ist vermutlich noch Lichtjahre entfernt, 9 Uhr allerdings r&#252;ckt immer n&#228;her und somit hei&#223;t es bald wieder: Schnipp, Schnapp!<br />
Auf der Arbeit angekommen bin ich zuerstmal froh dass es noch recht ruhig ist. Nicht nur von den Kunden her, sondern auch die anderen Fris&#246;sen sind noch nicht vollz&#228;hlig erschienen und somit ist es um einiges ruhiger als wenn vier Tratschweiber auf einem Haufen sind. <span id="more-9"></span> Ich habe nat&#252;rlich nichts gegen eine solche Kaffeekr&#228;nzchen-Atmosph&#228;re aber morgens fr&#252;h kann es gerne etwas ruhiger zugehen.<br />
Die ersten Kunden sind bereits &#252;berstanden. Einer Hausfrau aus der Gegend habe ich eine Dauerwelle verpasst, einem dicklichen Taxifahrer sein graues Haar mit neuer Farbe vertuscht und ich durfte sogar einem Piloten die Haare stutzen. Aufregend, aufregend. Nicht was sie jetzt denken, sondern seine Arbeit. Was muss es toll sein &#252;ber den Wolken zu schweben…<br />
Meine Chefin ruft mich mit ihrer schrillen Stimme allerdings wieder schnell auf den Boden der Tatsachen zur&#252;ck, der n&#228;chste Kunde steht an. Oder besser, die n&#228;chste Kundin. Eine liebenswerte Omi, auf den ersten Blick.<br />
Hier die Haare gestutzt, dort wieder ein bisschen Farbe in die Haare gebracht und zack unter die Haube. W&#228;hrend die alte Dame also nun gem&#252;tlich Zeitung liest und die Haube ihre Arbeit verrichtet, k&#252;mmere ich mich um einen Jungen im Teenager Alter, der mir das Leben sehr einfach macht. “Einmal bitte rundum auf zehn Millimeter gestutzt” sagte der kleine Mann. Wow, sogar ein Bitte habe ich gerade bekommen. Da soll mal einer sagen die Jugend von heute w&#228;re nicht mehr das was sie mal war?!<br />
Ich habe also mal alles mit der Schere schon etwas ausged&#252;nnt und kurzgeschnitten ehe ich die Haarschneidemaschine ansetze, alles bis auf 10mm abrasiert habe und vor lauter Rasieren habe ich doch glatt unsere liebe Omi vergessen, die mittlerweile fast unter der Haube dahin geschmolzen w&#228;re, w&#228;re sie nicht so tief in Ihre Zeitschriften versunken. Es roch sogar schon etwas komisch aus ihrer Gegend, ob es aber nun der Apparat oder doch schon ihre Haare sind, sei mal lieber dahin gestellt. Nur gut dass die &#228;lteren Mitmenschen wohl nicht mehr den besten Riecher haben und gottseidank fiel der guten Dame mein Malheur auch nicht auf und als die gesch&#228;tzte Achtzigj&#228;hrige den Salon verlassen hatte, musste ich erst einmal gut durchpusten. Uffh, nichts passiert.<br />
Ordentliches Trinkgeld bekam ich ebenfalls von ihr – danke gn&#228;dige Frau. Bestimmt war sie froh dass ich ihr mehr als gen&#252;gend Zeit gegeben hatte um die Klatsch&amp;Tratsch Zeitschriften in Ruhe fertig zu lesen.<br />
Nun ging es auch schon zielsicher in Richtung Feierabend und dort wartet mein kleiner Vierbeiner auch sicherlich schon auf seine n&#228;chste Portion im Fressnapf. Vielleicht lache ich mir ja auch mal endlich wieder einen Zweibeiner an, doch vom Letzten ist halt nur der kleine Taxi geblieben. Meinem Ex selbst, dem waren seine T&#252;fteleien und sein Tuning an seinem Manta halt wichtiger als ich und somit war dieser Lebensabschnitt auch wieder schnell beendet.</p>
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