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	<title>workaBLOGic &#187; Müllabfuhr</title>
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		<title>Die orangen M&#228;nnchen sind im Anmarsch</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 05:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soap]]></category>
		<category><![CDATA[Müllabfuhr]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich drehe meinen Kopf wieder auf die rechte Seite in den Fahrtwind zur&#252;ck. Klar, auf der anderen Seite ist es auch allein vom Geruch her nicht so prickelnd, aber bei diesem Wetter ist der Wind einfach eine &#228;u&#223;erst willkommene Abk&#252;hlung.
Es hat halt seine Vor- und Nachteile, wenn man drau&#223;en arbeitet. Ich bin im Sommer sonnengebr&#228;unt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich drehe meinen Kopf wieder auf die rechte Seite in den Fahrtwind zur&#252;ck. Klar, auf der anderen Seite ist es auch allein vom Geruch her nicht so prickelnd, aber bei diesem Wetter ist der Wind einfach eine &#228;u&#223;erst willkommene Abk&#252;hlung.<br />
Es hat halt seine Vor- und Nachteile, wenn man drau&#223;en arbeitet. Ich bin im Sommer sonnengebr&#228;unt, meine Muskeln werden ordentlich beansprucht und vor allem bin ich an der frischen Luft. Eine typische B&#252;roarbeit w&#228;re absolut nichts f&#252;r mich. Ich muss anpacken k&#246;nnen.<br />
Die Nachteile bei meinem Job hingegen sind sicherlich zuerst einmal das Image was man von uns hat und auch der Geruch, den die Arbeit mit sich bringt. Ich aber liebe meine Arbeit, hinten auf dem Hecklader der M&#252;llabfuhr.<br />
Es bedarf schon einer kleinen Organisation, bei dem was wir tun. Unser gesamtes abzufahrende Gebiet ist in einzelne Abfuhrbezirke eingeteilt, die genau nach unserem Abfuhrplan angefahren werden. Es ist immer wieder k&#246;stlich mit anzuschauen, was passiert, wenn wir in eine Stra&#223;e einbiegen und die Leute somit h&#246;ren, dass die M&#252;llabfuhr im Anmarsch ist.<br /><span id="more-771"></span><br />
Obwohl jeder Haushalt ganz genau weiss, an welchem Tag wir ihre M&#252;lltonnen leeren, spurten mal wieder kurz vor Schluss noch einige Hausfrauen auf die Stra&#223;e, dr&#252;cken auch noch die letzten M&#252;llt&#252;ten in ihre Tonne, manchmal schmeissen sie sie uns sogar noch &#252;ber den Kopf hinweg in den M&#252;llwagen. Es muss halt immer auf den letzten Dr&#252;cker sein. Noch schnell auch den allerletzten Schnipsel, den letzten Dreck mit auf den Weg geben.<br />
Regelm&#228;&#223;ig auftretende Probleme f&#252;r uns, sind nat&#252;rlich die heutzutage stark zugeparkten oder zugewachsenen Stra&#223;en. Da kommt es dann auch immer mal wieder vor, dass sich gestresste Autofahrer und Fahrerinnen gezwungen sehen uns ihre Autohupen vorzuf&#252;hren. Mensch Leute, als w&#252;rde das entweder die Stra&#223;en freier machen oder unsere Arbeit beschleunigen? Lasst den Frust doch nicht an uns aus, wenn es Bewohner gibt, die die Stra&#223;en zuparken, oder Hausfrauen im letzten Moment noch auf die Stra&#223;e laufen m&#252;ssen um uns auch wirklich noch ihren letzten M&#252;ll in den Wagen zu schmeissen. Fahrt doch einfach f&#252;nf Minuten eher zur Arbeit oder auf welchem Weg auch immer ihr unterwegs seid und lasst uns unsere Arbeit machen &#8211; ohne Hupe und Mittelfinger, danke.<br />
Ich bin &#252;brigens nur zust&#228;ndig f&#252;r den normalen Hausm&#252;ll. F&#252;r Altpapier, Altglas, Sperrm&#252;ll und Gr&#252;nabf&#228;lle sind andere Kollegen zust&#228;ndig, da dies meist die Aufgaben einer privaten M&#252;llabfuhr sind.<br />
Doch wer meint, dass der Job des M&#252;llmanns nicht auch mal lukrativ sein kann, der irrt. Vor einigen Monaten kamen wir an einem Haus an, ich sprang von unserem Hecklader ab, lief zur M&#252;lltonne des Hauses und schaute ganz verdutzt als ich daneben ein komplettes Golfbag entdeckte. Zuerst einmal geh&#246;rt dies nicht in unsere M&#252;llsammlung, sondern zum Sonderm&#252;ll aber vor allem konnte es sich hierbei ja nur um eine Verwechslung handeln. Ich schnappte mir also die Golfschl&#228;ger, klingelte an der T&#252;r und ehe ich der &#246;ffnenden Frau meine Entdeckung mitteilen konnte, bekam ich schon ein forsches &#8220;Nehmen Sie es ruhig mit, ich schenke es ihnen&#8221; an den Kopf geschmissen. Ich schaute sie fragend an, worauf ich noch folgenden Zusatz bekam &#8220;Mein Mann, der Bastard, hat mich betrogen. Dann braucht dieser Dreckskerl auch seine geliebten Golfschl&#228;ger nicht mehr. Er hat ja nun ein neues Hobby wie es scheint&#8221; und die gute Frau knallte mir mit hochrotem Kopf die T&#252;r vor meiner Nase zu.<br />
Ich brauchte zwar immer noch eine ganze Weile, bis ich das von gerade eben verdaut hatte, doch so schmiss ich mein Golfset in die Fahrerkabine und wusste schon genau, was ich damit anstellen w&#252;rde.<br />
Nein, ein M&#252;llmann auf dem Golfplatz? Da haben Sie Recht, das passt nicht. Ich werde einen Freund meinerseits fragen, ob er in den kommenden Tagen einmal Zeit hat, Euch diese Geschichte hier fertig zu erz&#228;hlen. Ich muss n&#228;mlich jetzt erst einmal weiter M&#252;lltonnen leeren, ehe sich unser gef&#252;llter Wagen auf zur M&#252;llverbrennungsanlage macht.</p>
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