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workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Jun 10 2009

Achtung, Putze im Anmarsch!

Abgelegt um 13:27 unter Kurzgeschichten

Hier sieht’s vielleicht aus – pfui Teufel!

Ich habe mir wie immer meinen Arbeitsablauf im Kopf zusammengestellt. Zuerst kommt die Badreinigung im ersten Stock dran, dann putze ich die Fenster im ganzen Haus und zum Abschluss vor der Mittagspause, steht das übliche Staubsaugen an mit abschließendem feuchten Aufwischen und Staubwischen.
Einige Jahre habe ich schon als Putzfrau gearbeitet. Als dann unser kleines Mädchen zur Welt kam, stand folgender Entschluss recht schnell für mich fest: ab jetzt bin ich Vollzeit-Mami & Hausfrau. Das hat die ersten 4 Jahre auch wunderbar geklappt, nur als die Kleine in den Kindergarten kam, haben sich mein Mann und ich zusammen gesetzt und waren dann doch der Meinung, dass ein kleiner Zuverdienst nicht schaden kann.
So kam es, dass ich nun nach 4 Jahren Pause, wieder als Putzfrau angefangen habe. Meist arbeite ich nur morgens zwischen 8-12, wenn unsere Kleine in der Schule ist und zum Mittagessen bin ich dann wieder für meine Familie zuhause und sehe zu, dass etwas auf den Tisch kommt.
Ab und an, bin ich dann auch noch nachmittags zwischen 14-16Uhr tätig, was aber eher selten vorkommt. Ich bin auch froh, wenn ich die Nachmittage zuhause sein kann, da im Haushalt immer genug Arbeit anfällt und auch bei uns muss ja schließlich geputzt und aufgeräumt werden.
Nur gut, dass wir nicht mehr im 19. Jahrhundert leben, wo nur wohlhabende bürgerliche oder adlige Familien Dienstmädchen beschäftigten, die sich um den Haushalt kümmerten. Heutzutage sind im privaten Bereich besonders beruflich stark belastete Haushalte auf die Dienstleistungen einer Putzfrau angewiesen und somit dauerte es auch nicht lange, bis ich – nach meinen 4 Jahren Auszeit – wieder eine gute Kundschaft zusammen hatte.
Entschuldigt folgenden Ausdruck, aber heute Morgen bin ich bei einem Augenarzt zuhause und kann nur sagen… Saustall! Klar, der Mann ist stark eingebunden mit seiner Praxis, hat keine Frau an seiner Seite die mal den Besen schwingen könnte, aber wie man sich hier noch wohl fühlen kann, ist mir ein Rätsel.
Die Badewanne und Waschbecken sind verkalkt. Angebracht wären auch sicherlich eher dunklere als weisse Kacheln im Bad, wo man jedes kleine Härchen auf dem Boden sieht. Die Getränkekisten stehen einem auf den Gängen im Weg. Die gefüllten Mülltüten, befinden sich nicht im Mülleimer, sondern auch diese verstopfen unnötig die Gänge. Die Schränke sind von Staub eingehüllt, so dass man überall seinen Namen darauf schreiben könnte. Der Fernseher schimmert vor lauter Staub mittlerweile auch eher schwarz als grau. Auf den ersten Blick, würde man wohl eher davon ausgehen, dass hier eine Horde Studenten wohnt, als ein Facharzt. Aufjedenfall steht hier genug Arbeit für mich auf der Tagesordnung, bis meine Mittagspause ansteht.
Aber noch lieber habe ich Müll und Dreck, der sich mir in den Weg stellt, als andere Peinlichkeiten, die mir auch schon vorgekommen sind. Das eine Mal wurde mir gekündigt, weil die Frau eines Paares nicht mehr wollte, dass ich bei ihnen zuhause putzen sollte, wenn ihr Mann anwesend ist. Welch eine unbegründete Eifersucht. Erstens habe ich zuhause den besten Mann der Welt, den ich nie betrügen würde und zweitens ist der Mann dieser Frau so etwas von aber überhaupt nichts Schönes, den würde ich noch nicht einmal unserer bescheuerten Nachbarin wünschen.
Ein anderes Mal (wieder eine Frau), stand ich vor der Haustür als mir die Frau halbnackt und mit zerzaustem Haar die Tür öffnete. Die hatte vermutlich abgewartet bis der Mann zur Arbeit ist, hat nicht an die bestellte Putzfrau gedacht und stand nun mit ihrem Liebhaber vor der verdutzten Putzfrau. Hier habe ich dann anschließend von mir aus gekündigt. Wie sollte ich denn nun der Frau, geschweige denn dem Mann in Zukunft in die Augen schauen können? Wie die Frau ihrem Mann anschließend den Verlust der Putzfrau erklären musste, war ihr Problem.
Bei einem anderen Paar, fiel mir mal beim Aufräumen eine ganze Schublade mit Sexspielzeug auf. Ich hatte die Schublade schneller wieder zu als ich gucken konnte. Man will halt wirklich nicht jedes Detail über die Bewohner der Haushalte wissen, wo man zum Putzen angestellt ist.
So gibt es immer mal wieder witzige, aber auch durchaus auch peinliche Momente im Leben einer Putzfrau. Jetzt kümmere ich mich aber erstmal drum, dass die Mülltüten aus den Gängen verschwinden und die Mülltonne vor dem Haus gefüllt wird, da die Müllabfuhr in der nächsten Stunde vorbeikommen müsste. Anschließend krempele ich dann mal meine Arme hoch und dann gilt es putzen, schrubben, wischen… bis der Saustall hier wieder im Glanz erscheint.

2 Kommentare

2 Kommentare zu “Achtung, Putze im Anmarsch!”

  1. helga kraemeron 08 Nov 2009 at 13:28 1

    hallo.
    in dieser Geschichte liegt eine ursache des menschlichen elends.
    wo ist das positive???????
    und überhaupt,WELTPUTZFRAUENTAG….sollten wir für jede arbeiteinen tag ausrufen?
    dann hätten wir ein problem. Na ja,
    wir könnten ja mehrere tage auf einen tag legen!!!!

  2. Alexon 08 Nov 2009 at 13:41 2

    Hallo helga,

    herzlichen Dank für deinen Besuch und deinen Kommentar.
    Ja, mit den „Tagen“, da frage ich mich auch oft, wieso überhaupt? Mittlerweile gibt es ja tatsächlich für alles seine Tage. Welttag des Buches, Welt Suizid Präventions Tag, Welttag gegen Internetzensur und heute haben wir den Weltfrauenputztag.
    Meines Erachtens, könnte man diese fast alle abschaffen und man könnte beim Valentinstag anfangen.
    Um auf etwas aufmerksam zu machen, wie den Weltaidstag, das kann man ja noch nachvollziehen, jedoch sollte es schon irgendwo seine Grenzen geben.
    Wie auch immer… heute ist der Weltputzfrauentag, da können wir leider nichts mehr gegen ausrichten und da ich bereits die Soap-Folge der Putzfrau im Juni geschrieben hatte (im Soap-Archiv findet man bereits über 42 Berufe, die hier beleuchtet wurden), wollte ich diesen ganz einfach zum Anlass des Tages heute noch einmal hervorkramen.

    Wünsche einen angenehmen Sonntag,
    Alex

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