workablogic

workablogic twitter

Herzlich Willkommen auf workaBLOGic!

workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Archive for the 'Kurzgeschichten' Category

Feb. 23 2011

Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Frauen aufgepasst. In dieser Kurzgeschichte gehe ich auf die längste Einkaufsstraße Europas ein. Ein Highlight für jede Shopping-Queen.
Männer aufgepasst. Auch Ihr kommt nicht zu kurz, denn Euch stelle ich eines der größten Weinfässer der Welt vor, welches sagenhafte 219.000 Liter fasst.
Wie Ihr nicht unschwer erkennen könnt, bin ich der Mann der Sehenswürdigkeiten. Denn nach meiner bestandenen Prüfung, bin ich nun Fremdenführer in der wunderschönen Stadt Heidelberg in Baden-Württemberg.
Ob das Heidelberger Schloss, die Alte Brücke oder der Philosophenweg. Es gibt vieles zu bestaunen. Jetzt aber stehe ich erst einmal auf dem Universitätsplatz und warte auf meine asiatische Touristengruppe. Von hier aus, geht es dann rüber zur Heiliggeistkirche am Rathausplatz. Kurz davor bleiben wir dann noch vor dem schönen, historischen und wertvollsten Bürgerhaus der Stadt Heidelberg stehen, dem Romantik-Hotel Ritter St. Georg. Eine architektonische Schönheit, die mit der Eleganz der Renaissance zu punkten weiss.

Romantik-Hotel Ritter

Und schon zücken meine lieben Asiaten ihre Kameras und halten drauf was das Zeug hält. Continue Reading »

9 Kommentare

Jan. 04 2011

Glutamat, Aromen und Aspartam – nein Danke!

Abgelegt unter Gesundheit,Kurzgeschichten

Ich decke den Tisch, während mein Mann sich für die Arbeit in Anzug und Kravatte schwingt, anschließend wecke ich unseren Filius für die Schule. Hier gibt es jeden Morgen den gleichen Ablauf. Ich kümmere mich ums Essen und die Verpflegung und schaue, dass alles bereit ist, wenn meine Beiden das Haus verlassen wollen.
Morgens gibt es Vollkornmüsli, damit genug Ballaststoffe und Eisen aufgenommen werden. Denn die Mahlzeit am Morgen ist an sich die wichtigste am ganzen Tag. Ich bin immer wieder erstaunt, ja, fast erschüttert, wieviele Menschen und vor allem auch Kinder das Haus morgens verlassen, ohne etwas zu sich genommen zu haben. Nicht, dass da nur die Konzentration in der Schule darunter leidet.
Samstags und sonntags gibt es allerdings auch bei uns mal Abwechslung was das Frühstück angeht. Da stehen Brötchen auf dem Programm (Vollkorn versteht sich) und lecker frisch gepresster Orangensaft, den ich zusammen mit meinem Sohn mache.
Wochentags stelle ich dann noch schnell zwei Äpfel, zwei Bananen (je nach Saison auch Mandarinen) und zwei Wasserflaschen bereit und meine beiden Herren sind bereit für den Tag der vor ihnen liegt.
Anfangs achtete ich nur zuhause auf ausgewogene Ernährung, doch nach und nach war auch mein Umfeld daran interessiert und ich entschloss mich, neben Hausfrau und Mutter auch noch als Ernährungsberaterin tätig zu werden.
So kam es, dass wir unten im Kellergeschoss eine kleine Praxis für mich eingerichtet haben. Dort stelle ich dann Speisepläne auf, gebe Tipps bei Ernährung und eventuellen Diäten und vor allem kläre ich meine „Patienten“ auch auf.
Heutzutage bei dem ganzen Wirrwarr, der auf den Verpackungen steht, wer soll denn da noch bitte schön durchblicken?
Zusatzstoffe, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker… dann gibt es Waren wo Sachen drauf stehen, die so gar nicht drin sind. Kein Wunder, dass immer wieder der Begriff Etikettenschwindel die Runde macht.
Am besten ist es Continue Reading »

17 Kommentare

Nov. 17 2010

Der Makler und seine Courtage

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Ich biege links mit meinem Wagen ein und parke im Innenhof. Ich nehme meine Mappe in die Hand, steige aus und schaue mich um. Noch niemand da. Ich gehe noch einmal schnell meine Unterlagen durch, man will ja schließlich für alle eventuellen Fragen gewappnet sein. Die Wohnungsskizze, die wichtigsten Punkte und Zahlen, der Hausschlüssel ist auch da… alles klar, dann fehlen jetzt nur noch die Wohnungsinteressenten. Ich schaue auf die Uhr, kurz vor 10. Ich habe also noch ein wenig Zeit und gehe schon mal in die Wohnung und ziehe die Rollläden hoch. Macht das ganze doch gleich freundlicher und einladender.
Ich schaue durch die Fenster des Treppenhauses hinunter, wo nun auch vermutlich die Leute unten auf dem Parkplatz eingetroffen sind. Unten angekommen stelle ich mich vor und der erste Eindruck ist schon einmal sympathisch. Die Eltern samt ihrem Sohn suchen eine Wohnung zwecks Studium des Sohnemanns. Na solche Eltern hätte ich damals auch gerne gehabt! Wobei ich denke, dass die Eltern hier auch an sich denken, denn eine Unterkunft in Berlin zu haben, ist doch schon was schönes als Zweitwohnung.
Gleich draußen erkläre ich Ihnen, dass der Stellplatz Nummer 2 zur Wohnung mit dazu gehört, schließe unten erneut das Haus auf und wir begeben uns alle nach innen.
Das Wohnhaus besteht aus 8 Parteien und wir müssen in die 3. Etage. Ich sperre oben die Tür auf und der erste Blick fällt gleich links ins Badezimmer. Ich bitte alle rein, schließe die Tür, damit sie auch gleich das gegenüber liegende Schlafzimmer sehen können. Ein paar Fußschritte weiter im Flur, dann haben wir auch schon links die Küche und rechts das Wohnzimmer. Angrenzend daran gibt es noch einen sechs Quadratmeter großen Balkon. Alles in allem ein tolles Appartment, das Haus ist zwar bereits aus den 60ern und nichts modernes, aber es weiß zu überzeugen und ich glaube, dass ich die Leute spätestens dann im Sack habe, wenn sie auf dem Balkon stehen. Südseite mit einem herrlichen Blick.
Nachdem ich ihnen von allen Vorzügen der Wohnung erzählt habe, lasse ich sie nun sich selbst erst einmal ein Bild machen. Continue Reading »

4 Kommentare

Nov. 03 2010

Ein Kuss für den Bus

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Ich setze den Blinker, fahre rechts ran und öffne die Türen. Eine Dame steigt vorne ein und zeigt mir ihren gültigen Fahrausweis den ich mit einem kurzen Nicken anerkenne. Hinten bei der Tür fahre ich per Knopfdruck eine kleine Rampe aus, damit die ältere Frau mit Ihrem Rollstuhl ohne große Umstände in den Bus reinfahren kann.
Währenddessen schließe ich vorne mein kleines Fenster, denn der Herbst hat Einkehr erhalten. Es ist verdammt kalt geworden die letzten Tage.
Ich schaue in den Rückspiegel, der mir das Innere des Busses zeigt. Die ältere Frau hat sich nun mit ihrem Rollstuhl in die für sie vorgesehene Ecke eingeparkt, die Bremsen sind gezogen und somit kann ich mich zur nächsten Bushaltestelle aufmachen.
Von Beruf her bin ich Busfahrer und gehöre damit in die Kategorie der Berufskraftfahrer.

Ein für sich hatte ich mir damals in der Schule geschworen, dass ich nie Schichten arbeiten will, da ich wegen meines Vaters selbst erfahren musste wie unregelmäßig er zuhause war und somit für uns da war. Doch nun bin auch ich einer der Arbeiter geworden, der auf Schichten arbeitet und versuche so gut es geht für meine beiden Kleinen – die Frau nicht zu vergessen – da zu sein.
Continue Reading »

4 Kommentare

Okt. 11 2010

Pizza Takeaway

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Kartons falten, Kartons falten und nochmal Kartons falten.
Hach, ist meine Arbeit abwechslungsreich. Aber irgendwo müssen die Pizzen halt rein, die ich heute Mittag ausgeliefert habe.
Ich habe letztes Jahr das Gymnasium abgeschlossen und ehe ich auf der Straße sitze und somit auch auf dem Portemonnaie des Steuerzahlers, wollte ich mich erstmal irgendwie über Wasser halten. Wieso also nicht als Pizzabote unterwegs sein?
Ich fahre gerne Moped, bin dadurch viel unterwegs und sehe immer mal wieder neue Gesichter und… naja, die Pizzakartons zusammenbasteln müsste nicht wirklich sein, aber auch die Arbeit muss nun einmal erledigt werden.
Wir haben zwei Arbeitsschichten. Die Frühschicht von 10 Uhr morgens bis abends 18 Uhr und die Spätschicht, die sich von 16 Uhr bis Mitternacht erstreckt.
Morgens ab Zehn heißt es somit für uns meist Kartons zusammenstellen bis die ersten Anrufe reinkommen. Nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr ist dann etwas mehr los in der Pizzeria, da die Morgenschicht noch da ist und die Abendschicht bereits eingetroffen ist.
Abends gibt es dann etwa noch einmal den gleichen Ablauf wie morgens. Ab 16 Uhr heißt es erneut Pappkartons falten, bis die ersten Bestellungen für das Abendessen reinkommen.
Abwechslungsreich ist dann eigentlich nur noch die Fahrt, wenn wir die Pizzen ausliefern.
Die kann dann sogar fast zu abwechslungsreich werden, so wie heute Mittag als ich eine Lieferung zu einem Bürogebäude brachte.
Continue Reading »

4 Kommentare

Aug. 31 2010

Die Dame vom Empfang

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Noch zwölf Minuten bis der Bus kommt. Das haut hin.
Meine Wimpern werden mit Mascara massiert, ich ziehe noch einmal mit meinem Kajalstift nach, setze etwas Lipgloss auf und bin schon fast bereit. Die Haare werden noch schnell durchgekämmt, am Schluss noch die Stiefel zugeschnürt. So, der Arbeitstag kann kommen.
Kurze Zeit später stehe ich an der Bushaltestelle, krame schon einmal im voraus meine Jahreskarte heraus und warte geduldig auf den Bus. Nur ein paar Minuten später ist es dann auch schon soweit. Der Busfahrer bringt den Bus zum stehen, neben mir steigt noch eine ältere Frau mit Ihrem Rollstuhl ein, meine Buskarte wird mit einem Nicken des Fahrers quittiert und ich suche mir einen geeigneten Sitzplatz.
Kinder, oder nennen wir es lieber Rabauken, halten den Bus mit ordentlich Lärm im Griff, so dass ich meinen iPod anmache und mich von der Welt gedanklich abnabele. In Gedanken versunken, denke ich an meine Kleine. Welch ein Glück, dass meine Elfjährige ein ruhiges, braves Mädel ist. Ganz im Gegensatz zu den Jungs im hinteren Teil des Busses.
Einmal bekomme ich mit wie der Busfahrer sich wegen der Jugend ordentlich aufregt, doch meine Musik lässt dann auch schon wieder alles um mich verschwinden. Erika-Mann-Straße, hier muss ich raus.
Es wären nur noch ein paar Meter bis zum Gebäude mit dem großen roten Schornstein, aber davor mache ich noch schnell einen Abstecher in den Supermarkt um die Ecke, wo ich mir für den ersten kleinen Hunger am Tag eine Banane wie auch einen Liter Wasser kaufe. Ein paar Augenblicke später bin ich dann auch schon bei meinem Arbeitsplatz angekommen und installiere mich hinter der Rezeption.

Richtig, ich bin die Dame vom Empfang. Continue Reading »

Kommentare deaktiviert für Die Dame vom Empfang

Aug. 16 2010

Ich Nerd – der Master des Webs

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Ich weiss gar nicht ob es die Internetseite noch gibt, aber kennt jemand von Euch vielleicht noch Tripod?
Bei denen hatte ich meine allererste Webseite. War so eine Art Baukasten der schon vorgegeben war und so konnte man sich dann als Webmaster versuchen. Lang, lang ist’s her. Sicherlich schon über 10 Jahre, aber damit fing bei mir damals alles an. Mit meiner Tripod-Seite, die ich meiner Lieblingsband gewidmet hatte. Ob es die Seite heute überhaupt noch im weltweiten Web gibt? Ich müsste mal nachschauen…
Anschließend folgte dann ein Forum, nein… wenn ich mich recht erinnere waren es sogar deren zwei. Die erste richtige Aufgabe die von außen an mich herangetragen wurde, war dann eine Internetseite für eine Studentenvereinigung und jetzt sitze ich hier mit meinem eigenen Team. Insgesamt sind wir zu fünft. Allesamt Freunde, alle zusammen ein herrlicher Haufen von Webmastern. Christian ist unser Web-Business-Experte, der Konzepte entwirft und sich am Besten von uns in dem Bereich Online-Marketing auskennt. Er ist unser sogennanter E-Commerce-Spezialist. Peter ist unser Grafik-, Web- und User-Interface-Designer. Der kommt vielleicht auf Ideen und hat Fantasien, wirklich ein unbezahlbarer Glücksfall. Genau so wie Thomas und Matthias. Der eine ist Programmierer, der andere unser System- und Netzwerkadministrator. Und zu guter Letzt, meine Wenigkeit – eine Art Generalist, der Kopf der Bande. Ich überwache unsere laufenden Projekte und koordiniere die Projektabläufe.

Klingt alles sehr spannend, ist es allerdings auch. Continue Reading »

10 Kommentare

Juli 14 2010

Cam2Cam – live!

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Heute blieb meine Kamera erst einmal aus, denn ein Fotoshooting stand an. Es handelte sich dabei zwar nicht um ein edeles Playboy-Shooting wie bei Gina-Lisa Lohfink auf Sizilien, aber dennoch brauche ich mich hinter dieser Blondine nicht zu verstecken.

Unsere Kurven sind ähnlich, die Haarfarbe gleich und ich denke doch, dass sogar mein IQ etwas höher liegen müsste. Denn auch wenn ich von Beruf her Camgirl bin, so habe ich doch mein Abitur gemacht und anschließend eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen.
Nun fragt man sich sicherlich, wie man denn von solch einem geordneten Leben auf den Weg des Camgirls kommt?
Ich hatte an einem Abend etwas im Fernsehen rumgezappt und bin an einem Fernsehbericht hängengeblieben, wo es um Amateure ging, die private Erotikvideos ins Internet stellten. Damals war ich zwar noch in der Ausbildung zur Bankkauffrau aber ich konnte mir gut vorstellen, meine exhibitionistische Seite im Internet auszuleben. Ich habe meine Ausbildung zwar noch abgeschlossen, doch solange sich mein Körper nicht verstecken braucht, will ich den Weg des Camgirls weitergehen.
So hatte ich es damals einfach ausprobiert und fand sehr schnell Freude daran. Nach meinen ersten Videos hatte ich dann schon eine richtig kleine Fangemeinschaft und als ich dann von der Möglichkeit erfuhr, mit der Webcam zu senden, gab es für mich kein Zurück mehr. Continue Reading »

4 Kommentare

Juni 30 2010

Cheeeeese!

Abgelegt unter Kurzgeschichten

„Stell dich mal dort hin“. „Bleib mal stehen“. „Schau mal hier rüber“. „Gucke doch bitte etwas freundlicher“. Tja… wer kennt es nicht, wenn – meist – die Mütter einen für die Urlaubsfotos von links nach rechts scheuchen. Ob im Disneyland, auf Kreuzfahrten oder sonstwo, dieses Trauma hatten sicherlich einige von Euch als Kleinkind, oder? Jetzt wisst Ihr zumindest, dass Ihr nicht allein wart.
Mich hat dies natürlich ordentlich genervt und daher konnte ich nicht früh genug eine eigene Kamera bekommen. So hatte ich dann selbst zu tun indem ich nach geeigneten Motiven suchte und meine Mutter war gezwungen sich ein neues Opfer zu suchen. Armer Papa.
Ich liebte den Farbkontrast und schnell war ich in den Bann der Faszination von schwarzweiß Fotografie gezogen.
Anfangs hatte ich nur Urlaubsfotos geschossen. Doch irgendwann wurde es zum richtigen Hobby. Ich habe zuerst im Haus geknipst, dann bin ich raus und suchte nach tollen Motiven in unserer Gemeinde und als ich dann den Führerschein hatte, konnte mich nichts mehr halten und es ging raus in die weite Welt.
Es folgte das Studium an einer Kunsthochschule und meine Fotografie Ausstattung wuchs und wuchs. Wo ich anfangs nur eine normale digitale Kamera mit Speicherkarte hatte, folgte in den Jahren danach meine heutige Canon EOS. Neue Objektive mussten her, genauso wie ein ordentliches Stativ, Filter und Nahlinsen. Anschließend folgte der Fernauslöser und seit kurzem bin ich stolzer Besitzer einer Studioblitzanlage.
Heutzutage ist es somit nicht mehr nur ein Hobby, sondern mein Beruf geworden. Der des Fotografen.
Mal werde ich für eine Hochzeit gebucht. Babyfotos sind auch sehr beliebt. Heute Nachmittag habe ich noch eine Auftrag, wo ich Fotos von einem Blumenladen machen soll und heute Morgen wurde ich auch schon gebucht.
Da ging es allerdings um Aktfotos und erotische Fotos, denn ich war zu Besuch bei einem sogenannten Camgirl. Continue Reading »

3 Kommentare

Juni 08 2010

Tod oder Gladiolen

Abgelegt unter Kurzgeschichten

Nein, keine Angst. Hier geht es nicht um Leben oder Tod.
Die, die in der letzten Zeit den deutschen Fußball verfolgt haben, denen müsste der Spruch „Tod oder Gladiolen“ allerdings bekannt sein. Und nochmal nein. Ich bin weder Bayern- noch Fußballfan. Ja, noch nicht einmal männlich.
Ich bin eine Frau die in Ihrem Beruf unter anderem eben auch mal mit Gladiolen zu tun hat. Ich bin nämlich Floristin. Muss allerdings dann doch noch anmerken, dass ich auch als Frau sehr wohl weiß was Abseits ist.
Aber kommen wir mal lieber zu meiner alltäglichen Arbeit.
Ich betreibe ein kleines Blumenfachgeschäft. Zu meinen Hauptaufgaben zählt somit die handwerkliche und künstlerische Gestaltung von Blumen- und Pflanzenschmuck. Ich berate meine Kunden, schaue nach dem Wohlergehen der Pflanzen im Laden und bearbeite Bestellungen des Blumenversands. Und ja, ab und an rede ich auch mit meinen Pflanzen, soll ja wahre Wunder bewirken.

Den grünen Daumen habe ich von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen. Sobald der erste Sonnenstrahl unseren Garten streichelte, konnte man fest davon ausgehen, dass sie keine fünf Minuten später im Garten standen. Die Hecken wurden geschnitten, Blumen gepflanzt und immer mit dabei… ihre kleine Tochter. So ist es also nicht verwunderlich, dass ich in diesem Metier gelandet bin. Nach der bundesweit geregelten 3-jährigen Ausbildung, bin ich dann noch an eine Fachschule für Floristik, wo ich mich dann zum Meister, respektiv Meisterin fortgebildet habe. Anschließend stand dann die Eröffnung meines eigenen Blumengeschäftes an.
Mami und Papi waren mächtig stolz auf ihre Kleine. Nur war ich mir am Anfang selbst nicht so sicher ob es denn das Richtige ist. Also die Richtung war klar, aber ein eigenes Geschäft und somit selbständig zu sein, birgt eben auch viele Risiken. Was mache ich, wenn ich die Kosten nicht decke? Ab wann kann ich mit Gewinn rechnen? Kann ich noch jemanden einstellen? Fragen über Fragen. Continue Reading »

Kommentare deaktiviert für Tod oder Gladiolen