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Jul 01 2009

Pizza, Pasta… tutti quanti!

Abgelegt um 00:27 unter Kurzgeschichten

Ich bin Kellner in einem großen, italienischen Restaurant.
Schön, dass sich allmählich der Sommer in unserem Land breit macht, denn es gibt für mich nichts Schöneres als die Sommermonate. Zuerst einmal ist es natürlich angenehmer, die Menschen auf der Terrasse zu bedienen als in den geschlossenen vier Wänden. Aber vor allem steht somit auch die Touristensaison an und so gibt es 1. mehr zu tun und 2. füllt sich somit auch das Portemonnaie schneller.
Ich bin zwar an sich kein Mensch, der hauptsächlich im Leben auf die Münzen und Scheine aus ist, doch gehört der Beruf des Kellners zu den schlechtestbezahlten Ausbildungsberufen der Bundesrepublik Deutschland. Durchschnittlich verdient ein unverheirateter langjähriger Kellner – und das bin ich – nicht mehr als 1.000 Euro netto im Monat. Hinzu kommt aber noch das Trinkgeld und somit bleibt man dann auch gottseidank über Hartz 4.

Ich hoffe Ihr versteht, dass ich mich so sehr über das Trinkgeld der Kundschaft freue, denn man ist als Kellner wirklich darauf angewiesen. Daher kann auch nur eins gelten, gegenüber den Besuchern unseres Restaurants: stets nett, hilfbsbereit und zuvorkommend zu sein. Hier und da ein Lächeln, mit Kindern etwas rumalbern und schon hat man sich wieder ein paar Euros mehr hinzu verdient.
Wenn das Trinkgeld nicht wäre, könnte man es sich glatt überlegen, mit dem oben erwähnten Hartz 4. Meines Wissens bekommt man 351 Euro im Monat, die Miete wird vom Staat übernommen und die langen Gehwege in dem Restaurant wären mir somit auch erspart. Aber ich kann froh sein eine Arbeit zu haben die mir Spaß macht und falls ich doch einmal arbeitslos sein sollte, bin ich sicherlich nicht der, der dem Staat während Wochen, Monaten oder gar Jahren auf der Tasche liegen will.
Ich bin einfach zu gerne von Menschen umgeben und daher freue ich mich jetzt auch schon wieder, wenn ich heute meine Tische bediene, mit den Gästen in Kontakt bin und ihnen das Essen serviere. Nur eines müsste nicht sein und ich glaube das könnt Ihr auch zu gut nachvollziehen. Wie oft ward Ihr schon beim Italiener und habt gedacht: „Muss hier jetzt wirklich Eros Ramazzotti laufen?“. Tja, die Frage stelle ich mir täglich. Der Besitzer des Ladens hat als Fan natürlich all seine CDs. Nur wenn er mal nicht da ist, zeigt seine Frau Erbarmen mit uns und mischt auch mal eine CD von Gianna Nannini unter die Musik. Ich fand die Gianna schon in meiner Jugend klasse – der Musik wegen natürlich.
An sich kann ich froh sein, dass der Restaurantbesitzer mich damals überhaupt eingestellt hatte, nachdem ich gleich an meinem ersten Probetag ein ganzes Tablett mit Getränken über den Haufen geschmissen hatte. Welch ein Einstand! Es war aber seitdem tatsächlich das einzige Mal und da mein Chef nach all den Jahren immer noch sehr zufrieden mit mir ist, hat er mir auch schon in Aussicht gestellt, dass ich noch vor 2010 zum stellvertretenden Oberkellner aufsteigen werde. Dies wäre dann in Zukunft nur noch vom 1.Oberkellner und Restaurantleiter zu toppen. Letzteres hingegen wird aber wohl nichts, da das Restaurant sicherlich in italienischer Leitung bleiben wird.
Vielleicht lacht mich ja auch irgendwann einmal eine Hotelmanagerin an, würde passen. Noch vor ein paar Wochen hatte ich doch tatsächlich auf der Rechnung von Tisch 17, eine Handynummer stehen. Da war wohl eine der Damen, die zusammen einen Junggesellinenabschied feierten, heiß auf den Herrn Ober.
Das sind sowieso immer die schönsten Abende, wenn Gäste bei uns ihren Geburtstag, Polterabend oder sonstiges Fest feiern. Gute Stimmung, aufgeschlossene Gäste und nach dem Schampus fließt das Trinkgeld. Nur die Handynummer, die bekommt man natürlich nicht immer von denen, wo man es sich wünschen würde.
Mamma mia! Ich befürchte, die haben mich bereits mit ihrem italienischen Temperament angesteckt…

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Pizza, Pasta… tutti quanti!”

  1. plerzelwuppon 15 Mrz 2010 at 10:11 1

    ha – da isser ja 😉

  2. Alexon 15 Mrz 2010 at 10:12 2

    Pssscht… 😀

  3. […] … besser und vor allem sicherer zu den Gewinnern gebracht werden, als vom Kellner? […]

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