Sep.
23
2009
Ich ziehe mein Handgepäck hinter mir her und gehe in Richtung Ausgang. Es ist jedesmal die gleiche Prozedur. Sobald wir gelandet sind und die letzten Passagiere das Flugzeug verlassen haben, greife ich nach meinem Mobiltelefon, schalte es ein und wähle die Nummer meines bevorzugten Taxiunternehmens. Wenn die Maschine dann fertig zum Verlassen ist, mache ich mich mit meinem hinter-mir-her-ziehenden Köfferchen auf den Weg durch den Terminal bis vorne hin zum Taxistand, wo dann auch bereits mein gerufenes Taxi auf mich wartet. Wieder in der Heimat und ab nach Hause.
Ich bin von Beruf her Flugbegleiterin, oder wie es meist genannt wird Stewardess. Einige benutzen auch gerne den Begriff Saftschubse, worüber ich wirklich herzlich lachen kann. Bei Notrutsche hört der Spaß dann allerdings auf. Wussten Sie, dass sich Saftschubse seit 2004 doch tatsächlich sogar im Duden wiederfindet?!
Und obwohl wir unseren Beruf in jedem Wörterbuch finden, gelten wir in Deutschland als formal nicht qualifizierte Arbeitskräfte und unsere Tätigkeit ist nicht als Ausbildungsberuf anerkannt. Flugbegleiter werden zwar in einem mehrwöchigen Grundkurs theoretisch und praktisch ausgebildet, aber die Ausbildung endet mit einer firmeninternen Abschlussprüfung, die staatlich nicht anerkannt ist.
Dennoch war und ist es immer noch mein Traumberuf. Ich bin bei jedem Flug mit Menschen in Kontakt, ganz zu schweigen von den süßen Kindern, die ganz aufgeregt sind und gebannt aus dem Flugzeug starren. Darüber hinaus komme ich viel in der Welt rum und auch die sonstigen Ermäßigungen wie die preisreduzierten Flugtickets und andere Rabatte bei touristisch angebotenen Dienstleistungen, sind nicht zu verachten.
Klar gibt es wie in jedem Beruf auch negative Aspekte. Die Zeitumstellungen, der sogenannte Jetlag, man ist oft und lang von seinem sozialen Umfeld zuhause weg und wir haben weder Anspruch auf freie Wochenende noch Feiertage. Dafür haben wir aber bei Vollbeschäftigung zehn freie Tage im Monat beziehungsweise 35 freie Tage im Quartal. Einige meiner Kollegen haben auch häufig mit Schlafmangel zu kämpfen. Was dieses Problem anbelangt, bin ich jedoch wie ein Kleinkind – ich kann immer und überall gut schlafen. Und was man zwar auch hin und wieder mal liest und hört, mir jedoch noch nicht passiert ist, ist der vulgäre und peinliche Klapser auf den Hintern von Fluggästen.
Meist sind es ja sogar die aus der First Class, die sich zwar vorkommen wie Graf Koks aber sich aufführen wie die letzten Rabauken. … weiterlesen »
Sep.
21
2009
Nun ist es genau ein Monat und eine Woche her, dass ich workaBLOGic bei Wikio angemeldet habe. Am 14. August war es soweit und nur einen Tag später wurde das Plugin bereits auf den Server hochgeladen, damit jeder Leser am Ende eines Artikels seine Stimme für denselbigen abgeben kann.
So war es zumindest geplant, doch der Weg dahin war steinig und so ist erst seit dem 5. September der sogenannte Wikio-Badge auf workablogic.de online.
Wie aber wird das Ranking bei Wikio zusammengestellt? Hierzu ein Auszug aus einer offiziellen Mail vom Betreiber:
„Die Position eines Blogs im Wikio-Ranking hängt von der Anzahl und dem Gewicht der Links ab, die von anderen Blogs eingehen. Links aus Blogrolls werden beim Ranking nicht berücksichtigt und der Wert der Links nimmt mit der Zeit ab. Auf diese Weise möchten wir ein Ranking erstellen, das so repräsentativ wie möglich aktuelle Blogs und Entwicklungen aufzeigt. Das Ranking wird jeden Monat aktualisiert.„
Letzten Monat war workaBLOGic im wikio Ranking noch jenseits der 6000er Marke, seit Anfang September hat es jedoch einen ordentlichen Schub gegeben und so hat sich workablogic.de schon auf Platz 567 wiedergefunden.
Falls auch du workaBLOGic weiterhin unterstützen willst, lies dir einfach die Artikel durch und „vote“ für die, die deiner Meinung nach, deine Stimme verdient haben.
Wie es momentan mit dem Wikio-Ranking für workablogic.de aussieht und wie es sich in Zukunft weiterentwickelt, siehst du in der ersten Sidebar hier rechts von dem Artikel.
Danke für Eure Unterstützung,
falls jemand Fragen zu Wikio haben sollte, stehe ich Euch selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.
Euch allen einen angenehmen Start in die Woche,
Euer Alex
Sep.
18
2009
Freitag, 18:00 – Feierabend!
Hier ein Nachrichtenrückblick, was diese Woche in der Arbeitswelt geschah:
– Banken: EU will feste Regeln für Bonuszahlungen
Die Oberhäupter der EU-Mitgliedsstaaten haben sich darauf verständigt, mit weltweit verbindlichen Standards, die übermäßig hohen Bonuszahlungen an Banker zu kappen. Dies war unter anderem auch von Deutschland eine Forderung, die laut Kanzlerin Merkel „voll umgesetzt“ worden sei. (workablogic.de fordert: wo Bonuszahlungen möglich sind, sollten auch Maluszahlungen nicht weit sein)
– Henkel: erstmals Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns
Dr. Simone Bagel-Trah, Ur-Ur-Enkelin des Henkel-Gründers Fritz Henkel ist die neue starke Frau an der Spitze des Henkel-Unternehmens. Die promovierte Mikrobiologin und Mutter von zwei zweier Kindern, wird als Aufsichtsratsvorsitzende die Familientradition weiterführen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 55000 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro vorzuweisen.
– Milchpreis: Proteste der Bauern dauern an
Deutsche Milchbauern haben diese Woche in Eisleben für höhere Milchpreise demonstriert. Vor dem Tagungsort der Agrarministerkonferenz von Bund & Ländern machten sie ihrem Unmut über die momentanen Milchpreise Luft. Aus einem 14000-Liter-fassenden Fahrzeug, kippten sie Milch vor das Eingangsportal des Klostergeländes Helfta. (14000 Liter Milch für Afrika wären sinnvoller gewesen…)
– France Télécom: Selbstmordserie
In den vergangenen anderthalb Jahren, kam es beim Unternehmen France Télécom zu 23 Selbstmorden. Daraufhin schaltet sich nun sogar die französische Regierung ein. Das Wirtschaftsministerium fordert von der Firmenleitung mehr Dialog mit den Arbeitnehmern.
… weiterlesen »
Sep.
16
2009
… verraten einem mehr als man denkt!
Stell dir vor du sitzt gerade mitten in einem Vorstellungsgespräch. Du bewirbst dich bei einem weltweit operierenden Unternehmen. Von Amerika, über Europa, runter nach Afrika und weiter über den nahen Osten bis hin nach Asien.
Dementsprechend legt dir der Chef der Personalabteilung einen Notizblock vor, auf dem du eintragen sollst, wann du am liebsten morgens mit der Arbeit beginnen würdest. Die Möglichkeiten die dir gegeben werden, erstrecken sich von 1 Uhr in der Nacht bis 10 Uhr morgens früh. So wollen sie sicher gehen, dass die Büros wegen der weltweiten Vernetzung möglichst 24 Stunden am Tag besetzt sind.
Du sitzt also gerade dem Leiter der Personalabteilung gegenüber, dir wurde Kaffee ausgeschenkt und nun notiere…
… ab wann du morgens auf der Arbeit erscheinen möchtest. (frühestens um 1, spätestens um 10)
… multipliziere diese Zahl mit 2
… addiere 5
… multipliziere dieses Resultat mit 50 (Tja, wo ist denn jetzt der Taschenrechner…)
… du hattest dieses Jahr schon Geburtstag? Gratulation und addiere 1759. Wenn die Feier noch bevor steht, dann 1758.
… jetzt ziehe dein Geburtsjahr ab (mit 19** dürfte ich richtig liegen, die 2* musst du allerdings noch ersetzen)
So, jetzt siehst du drei Zahlen vor dir. Die erste gibt dir die Stunde an, an der du gerne mit der Arbeit beginnen möchtest. Die übrigen zwei Zahlen zeigen dir… was an?!
So und jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt und viel Glück beim Bewerbungsgespräch.
Sep.
14
2009
Hast du deinen Kanzlerkandidaten schon gefunden?
Weisst du wo du am 27.9. dein Kreuzchen machen wirst?
Vielleicht hat dir ja auch das Kanzlerduell gestern Abend schon etwas
geholfen, deine Richtung zu finden?
Oder brauchst du noch eine weitere Entscheidungshilfe?
Durchschnittsalter der Mitglieder der 5 großen Parteien:
Grüne 46 / FDP 51 / CDU 56 / SPD 58 / Linke 62
Wie wär’s mit dem wahl-o-mat.de?
Es sind keine 2 Wochen mehr bis zur Bundestagswahl.
Wähle die Zukunft der Politik, der Bundesrepublik und vor allem deine eigene Zukunft.
Mache jetzt dein Kreuz, hier rechts auf workablogic.de
und am 27.9. auf deinem Wahlzettel – sei dir deiner Verantwortung bewusst.
Sep.
11
2009
Freitag, 18:00 – Feierabend!
Hier ein Nachrichtenrückblick, was diese Woche in der Arbeitswelt geschah:
– Politik: Gerechte Frauengehälter per Gesetz
Dass Männer oft besser bezahlt werden als Frauen, möchte Arbeitsminister Scholz nicht länger hinnehmen. Er hat dementsprechend einen Entwurf für „Entgeltgleichheit“ vorgelegt. (Da ist man 4 Jahre lang an der Macht und dann fällt einem so etwas komischerweise erst 2 Wochen vor der Bundestagswahl auf? Zufälle gibt’s…)
– Opel, GM & Magna
Nach monatelangem Hin-und-her zwischen den USA und Deutschland ist General Motors nun zum Verkauf von Opel bereit. Der österreichische Zulieferer und die russische Sberbank werden künftig mit 55% die Mehrheit an der Firma mit dem neuen Namen „New Opel“ halten. Weitere Staatshilfen für die Übernahme von Opel hat Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg ausgeschlossen. (Komm wir nennen etwas „New“ und alles wird gut)
– Volkswagen & Lichtblick: Minikraftwerke
Der Autokonzern und der Ökostromanbieter Lichtblick wollen gemeinsam Minikraftwerke bauen und vermarkten. Mit ihren gasbetriebenen Blockheizkraftwerken wollen sie mindestens zwei Atomkraftwerke ersetzen. Die Anlagen sollen in den Kellern normaler Wohngebäude installiert werden und Wärme für Heizung und Wasser liefern. Gleichzeitig speisen die Anlagen große Mengen an Strom in das Netz. Bis zu 100000 kleine Kraftwerke könnten so zu einem virtuellen Großkraftwerk zusammengefasst werden. (workablogic.de hält dies für eine tolle Idee und wünscht viel Glück bei der Umsetzung)
– Trotz Krankheit zur Arbeit
Fast jeder zweite Beschäftigte geht trotz Krankheit zur Arbeit. Vor allem Singles machen sich eher auf den Weg zur Arbeit, als sich zuhause auszukurieren. Fast 80% der Alleinstehenden erklärten, auch mal krank zur Arbeit zu gehen. Bei Paaren und Familien gaben dies nur 69% an. Eine weitere Studie besagt, dass mit im Durchschnitt 1,8 Krankschreibungen pro Jahr, Arbeitnehmer im Alter von 15-20 Jahren fast doppelt so oft krankgeschrieben werden als ihre Kollegen zwischen 45 und 55.
… weiterlesen »
Sep.
09
2009
„Guten Tag. Wo soll es denn bitte hingehen?“ frage ich meinen Fahrgast, der mir daraufhin einen Zettel in die Hand drückt. Ich schaue mir die Adresse an. Hierbei handelt es sich um einen recht abgelegenen Ort.
Als Taxifahrer habe ich schon einiges erlebt und man muss aufpassen, dass man nicht Ziel eines Überfalls wird. Ich selbst blieb bislang zwar verschont, jedoch hörte ich schon von Taxikollegen, dass sie zum Beispiel zuerst auf einen Parkplatz gelotst wurden um dort später ausgeraubt zu werden. Somit fährt die Angst, respektiv das Risiko, natürlich jederzeit mit. Wird sind zwar per Funk mit der Zentrale verbunden doch richtige Sicherheit gibt einem das kaum.
Und jetzt, wo ich zu solch einem abgelegenen Ort fahren soll, kommen die Geschichten halt hoch, die man von Kollegen bislang aufgeschnappt hat. Ich schaue noch einmal in den Rückspiegel um mir den Gast genauer anzuschauen, schalte den Taxameter ein und fahre los.
Er schaut desinteressiert aus dem Fenster und umso mehr Zeit bleibt mir, ihn zu studieren. Der Mann trägt einen alten Trenchcoat, einen Hut… naja, wirklich gefährlich sieht er nicht aus. Eher witzig bis lachhaft, aber jedem sein Geschmack.
… weiterlesen »
Sep.
06
2009
Vorgestern war es genau ein halbes Jahr her, dass workaBLOGic online gegangen ist – Zeit für ein Halbjahresbericht.
Seit dem 04.März, wurden 105 Artikel publiziert und 575 Kommentare verfasst.
Der Tag an dem workablogic.de am meisten aufgerufen wurde, war der 08.08. mit insgesamt 883 Aufrufen – Blog Kommentar Rekordjagd sei Dank!
Der meistgelesene Artikel ist workaBLOGic Jubiläum: iPod Shuffle zu gewinnen!, auf den alleine 874 Klicks kommen.
Die erfolgreichste Soap-Folge ist bislang Setzen, 6! die genau 50x gelesen wurde.
Und der meistangewählte Link (89 mal) auf workablogic.de ist der, der zur workaBLOGic Facebook-Fanseite führt.
Um das Jubiläum allerdings nicht nur im Trockenen zu feiern, wird jetzt zwar kein Schampus ausgeschenkt, aber der Artikel wenigstens mal mit ein paar Grafiken versehen. Folgende Statistik entstammt aus den WordPress.com Stats.
Hier die 6-Monats-Übersicht der Besucherzahlen – insgesamt 10617. Der Rekord liegt bei 2898 im Monat April.
Die Kurve nimmt Fahrt auf und dafür danke ich jedem Einzelnen von Euch!
Wer noch an einer weiteren Statistik samt Grafik interessiert ist und wissen will, welches Geschenk es anlässlich des ersten Halbjahrs gegeben hat, hier geht’s weiter. … weiterlesen »
Sep.
04
2009
Freitag, 18:00 – Feierabend!
Hier ein Nachrichtenrückblick, was diese Woche in der Arbeitswelt geschah:
– Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahl leicht gestiegen
Die Zahl der Jobsuchenden hat sich im August nur leicht auf insgesamt 3,472 Millionen erhöht. Nach wie vor dämpft vor allem die Kurzarbeit die negativen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt.
– Handwerk: 10000 freie Lehrstellen
Eine Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks hat ergeben, dass in Deutschland noch 10000 Lehrstellen im Handwerk frei sind.
– Arbeit macht krank
Für Millionen von Menschen stellt der Arbeitsplatz ein Gesundheitsrisiko dar. Neben Rückenleiden und Beschwerden an Schultern und Nacken, klagen viele über Überlastung und Zeitdruck. (Sport ist Mord. Arbeit ja dann wohl auch)
– Philips: Mit Sex-Spielzeug gegen die Krise
Der niederländische Elektronikkonzern Philips will sein Geschäft mit Sexspielzeugen ausbauen. Eine Ausweitung des Vertriebs in Deutschland, den Benelux-Ländern, Frankreich und Spanien sowie eine größere Angebotspalette ist vorgesehen. In Großbritannien werden die Produkte, die als „sinnliche Massagegeräte“ bezeichnet werden, über Online-Händler bereits verkauft. (Lasst uns die Krise einfach weglieben)
… weiterlesen »
Sep.
02
2009
Da bin ich wieder. Letzte Woche habe ich Euch den Job des Ladendetektivs schon etwas nähergebracht. Heute ist dann aber Sherlock Holmes persönlich dran, der Detektiv.
Ein Detektiv oder wie er in Deutschland genannt wird, ein Privatdetektiv, ist ein Privatermittler der im Rahmen der Beweiserhebung und/oder Beweisnothilfe durch Recherchen, Observationen und Befragungen, Erkenntnisse und Informationen sammelt; insbesondere von gerichtlich verwertbarem Beweismaterial.
Ich weiss nicht wie es Euch in der Jugend erging, aber der Beruf des Detektivs hatte mich schon immer angezogen. Mal habe ich zuhause Hab und Gut unter die Lupe genommen, oder habe spaßhalber Buch geführt, wann welches Auto an unserem Haus vorbeigefahren ist. Oder ich bat meine Mutter mir die Zeitschrift Yps (gibt es die heutzutage noch?) zu kaufen, wo hin und wieder Kleinigkeiten für Detektive dabei waren. So hatte ich mir ein eigenes Fernrohr gebastelt und hatte sogar ein Observationsgerät, was um die Ecke schauen konnte und einen kleinen Verstärker, mit dem ich sogar deutlich durch die Wände meines Elternhauses lauschen konnte. Ja, die Jugendzeit.
Nun aber mal zum hier und jetzt und da kommen wir dann auch gleich zu den spannenderen Aspekten meines Berufes.
Detektive arbeiten nämlich meist am Rande der Legalität, da sie für ihre alltägliche Arbeit Daten benötigen, die sich häufig nur über graue Kanäle beschaffen lassen. Auch während Observationen werden immer mal wieder diverse Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten begangen. Das klingt jetzt schlimmer als es ist, man kann es sich jedoch wie bei Dr. House vorstellen.
… weiterlesen »