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Herzlich Willkommen auf workaBLOGic!

workablogic.de nimmt sich als Hauptziel jeden Winkel der Arbeitswelt in Form von Kurzgeschichten mit Witz darzustellen. Es ist in jedem einzelnen Beitrag immer ein Schuss Humor mit drin und es werden auch hier und da typische Klischees, wissenswerte Informationen, Wahrheiten und auch Tipps mit eingebaut. So soll workaBLOGic dem Leser Spaß vermitteln aber darüber hinaus auch informieren und man sollte nach jedem Artikel wieder ein Stückchen schlauer sein. Die gesamte "Arbeitswelt" ist als eine Art Soap aufgebaut und somit ist jeder Beitrag in irgendeiner Form an den vorherigen gekoppelt. Ich wünsche Euch viel Spaß auf workablogic.de, Euer Alex

Archive for the 'Soap' Category

Dez 21 2009


Alex

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Filed under Soap

Es ist 9:00 Uhr morgens. Die Helligkeit im Schlafzimmer lässt einen erwachen, das weitere Hin- und Herdrehen, wird nichts mehr bringen, also bleibt einem nur noch das Aufstehen übrig. Rein in die Klamotten und der erste Griff nach dem Aufstehen geht an die Kaffeemaschine, die schon am vorherigen Abend vorbereitet wurde. Direkt danach wird der PC gestartet, denn man möchte ja wissen, was es Neues im World Wide Web zu finden gibt und auch wie die Besucherzahlen des eigenen Blogs für den gestrigen Tag gewesen sind.

Parallel werden schon einmal die Favoriten mit den ganzen News-Seiten abgerufen, damit man sieht, ob es ein interessantes Thema für einen gibt, worüber man selber ebenfalls etwas schreiben möchte. Nach den ersten Tassen Kaffee muss man sich dann doch mal vom PC losreißen, damit man sich um das Frühstück kümmert. Am besten man erledigt das gleich zusammen mit den Broten für die Arbeit, denn in wenigen Stunden ist es wieder soweit, dass die Arbeit im Call Center ruft.

Schneller als man sich versieht, ist es schon Mittagszeit und ich muss mich auf den Weg zur Arbeit machen. Also raus aus den Wohlfühl-Sachen und rein in etwas, womit man sich auch sehen lassen kann. Dann schnell die Tasche gepackt und ab auf das Rad. Eine Viertelstunde später ist man schon am Ziel und sucht schon einmal den Firmenausweis raus, da man ohne (aus Datenschutzgründen) nicht mehr ins Haus gelassen wird. Ab in die richtige Etage und mal schauen, welcher Platz heute für mich frei ist.

Wie jeden Tag kotzt es einen an, dass andere Kollegen nicht ihren Müll vom Arbeitsplatz beseitigen konnten. Continue Reading »

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Dez 09 2009


Alex

Ho, ho, ho!

Filed under Soap

Ich sitze hinten auf der Kutsche, die beiden Pferde dir vorne dran gespannt sind, traben gemütlich vor sich hin und von weitem höre ich schon die Musik. Kinder kreischen als sie mich sehen, winken mir zu.
Nein, ich bin kein Märchenprinz, der sich durch seine Traumwelt kutschieren lässt. Auch nicht der Papst. Ich bin der Nikolaus.

Bild von Kecko

So kommt es auch, dass vor unserer Kutsche noch ein Polizieistreifenwagen vorne weg fährt um uns den Weg frei zu machen. Als nächste Station steht ein Supermarkt an.
Heute Morgen bin ich schon gemeinsam mit Knecht Ruprecht durch diverse Schulklassen, um mein Ho, ho, ho zu verkünden und unter den kleinen und großen Kindern prall gefüllte Tüten mit Leckereien zu verteilen. Den ein oder anderen Strolch, den wir mit einem Eintrag im Klassenbuch gefunden haben, bekam eine Rute von dem schwarzen Mann an meiner Seite.
So ging es von Klassentür zu Klassentür… “Na Ihr Lieben, ward Ihr auch alle schön brav dieses Jahr?”
Selbstverständlich schrien alle lauthals “Jaaaaa”. Es ist schön zu sehen, wie sich die Kleinen auf uns freuen. Die einen Lehrer haben zum Anlass sogar ein Lied mit der Klasse einstudiert, welches uns vorgetragen wurde. Andere wurden brav nacheinander zu uns nach vorne geschickt, wo sie dann ihre Naschtüte bekommen haben, aber vor allem glauben die Knirpse noch an den Nikolaus. Welch schönes Gefühl, wenn man das Strahlen in ihren Gesichtern sieht.
Ein Strahlen in meinem Gesicht gibt es heute ebenfalls. Continue Reading »

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Dez 02 2009


Alex

Über den Dächern

Filed under Soap

Ich klettere und klettere und habe bald wieder meinen Aussichtspunkt erreicht. Bei meiner Arbeit gibt es fast nichts schöneres als den Start in den Tag. Die Stadt um einen herum liegt noch größtenteils im Schlaf, vereinzelt hängen die Hügel und Berge noch im Nebel und der Blick zur aufgehenden Sonne ist einfach nur wunderschön.
Seit nun einem Jahr bin ich Kranführer und ich kann die Piloten verstehen, die von der Freiheit über den Wolken sprechen. So hoch ragt mein Turmdrehkran natürlich nicht, aber wenn ich da oben sitze und meiner Arbeit nachgehe, gibt es mir dennoch ab und an ein Gefühl der Freiheit. Abgesehen von meinem kleinen Radio, das vor sich hin summt, genieße ich die Ruhe und das Alleinesein da oben über den Dächern.

Bild von MrTopf

Letztes Jahr hatte ich die Ausbildung zum Turmdrehkranführer in Angriff genommen. Die Geräte Ober- und Unterdreher standen an und zuerst kam die theoretische Ausbildung mit Abschluss einer schriftlichen Prüfung, ehe es dann während fünf Tagen Vollzeit auf die Baustelle ging. Continue Reading »

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Nov 11 2009


Alex

Das Runde muss ins Eckige

Filed under Soap

(In Gedenken an den gestern verstorbenen Robert Enke [Torwart, Hannover 96] und die Hinterbliebenen)

Im zarten Alter von sieben Jahren, begann ich in einem Dorfverein mit dem Fußballspielen. Jahrelang ging ich zum Training, absolvierte Spiele und sammelte unter mehreren Trainern eine Menge an Praxis und Erfahrung. In den ersten Teenager-Jahren, als die Ersten so langsam anfingen die Sportgetränke gegen das Bier zu tauschen, blieb ich weiter meinem Verein treu und trainierte was das Zeug hielt. In dieser Zeit verging meines Wissens kein Tag, an dem ich nicht wenigstens einmal gegen das runde Leder getreten habe.
Klar, träumte auch ich damals von einer großen Karriere, der Bundesliga und dem Adler auf der Brust. Deshalb wechselte ich dann auch mit 17 Jahren zu einem Viertligisten, der heutigen Regionalliga. Doch der Sprung darüber hinaus ist mir nie gelungen. Mit dem Profifußball ist es also nichts geworden, aber vielleicht geht mein Weg ja dennoch irgendwann einmal bis in die höchste Spielklasse – als Trainer.
Hätte ich das damals mit der Nationalmannschaft geschafft, hätte ich auch noch nicht einmal all diese Ausbildungen des DFB durchlaufen müssen. Wer es nämlich zu einem Einsatz als A-Nationalspieler geschafft hat, hat den Trainerschein quasi mit in der Tasche. So musste ich dann aber einige Aus- und Fortbildungen machen, Prüfungen ablegen und heutzutage habe ich nicht nur die Lizenz zum B-Trainer, sondern habe schon den A-Trainerschein, der mich dazu berechtigt Amateur- und Juniorenmannschaften zu trainieren, ja ich könnte damit sogar Bundesliga-Mannschaften der Damen trainieren.

Bild von adesigna

Letztes Wochenende haben wir unser Heimspiel mit Ach und Krach 2:1 gewonnen. Welch ein Duselsieg, aber gewonnen! Ich habe darauf hin meinen Jungs gleich den Montag freigegeben. Wir trainieren ja eh nicht täglich, wie das bei den Profifußballern der Fall ist, aber Montag ist bei uns normalerweise Trainingstag. Wird allerdings verloren, ist am Anfang der Woche meist Straf- und Zirkeltraining angesagt. Da kommen meine Verlierer dann ordentlich ins Schwitzen.
Gestern haben wir dann noch einige Einheiten auf dem Programm gehabt. 5 gegen 2, Viererkette und Passspiel. Was gut ankommt ist das Fußballtennis, aber wir sind ja nicht zum Vergnügen hier. Continue Reading »

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Nov 03 2009


Alex

Vom Designen des Fußballs

Filed under Soap

Es gibt da ein schönes Bild, das meinen Beruf ziemlich gut charakterisiert. Man sieht darauf einen Typen mit einer Leiter. Er befestigt an einer riesigen Wand, die nach oben im Himmel verschwindet, Zettel mit Pfeilen und Skizzen von Bildschirmen. Soweit man sehen kann, ist die Wand voll. Unten stehen schon zwei Pfleger in weißer Kleidung, die darauf warten, dass er runter kommt, um ihn mitzunehmen.

Mein Arbeitstag beginnt schon unter der Dusche, angeblich kommen einem hier ja immer die besten Ideen. Tatsächlich fällt mir nur immer ein, was ich beim Design vergessen habe, wer noch über irgendeinen Kram informiert werden muss und was ich lieber gleich in den ersten fünf Minuten erledigen sollte, damit nicht irgendwo was anbrennt.

Im Büro angekommen, öffne ich grundsätzlich zuerst mein Mailprogramm und auch wenn ich am Tag vorher um 9 nach Hause gegangen bin, unter 50 Mails geht es nicht ab. Unser Team ist weltweit organisiert, irgendwer arbeitet immer, vor allem unsere kanadischen Kollegen. Es gilt die 2-Minuten-Regel, was drunter geht, wird erledigt, der Rest kommt ins “Action”-Verzeichnis.

Ja, früher habe ich Boris Becker für sein “Yes” gehasst, heute ist meine Sprache eine wirre Mischung aus deutsch und englisch, nur gegen das “Sinn machen” richtet sich mein verzweifelter Protest noch immer.

Wenn alles gut läuft, kann ich meine eigentliche Arbeit so 1-2 Stunden später beginnen. Es geht ja um Spiele, meistens rund um das Thema Fußball und meistens um richtig große Teile, die aber für ein paar hunderttausend Leute ein wirklich wichtiger Bestandteil ihres Lebens sind. Dazu später mehr. Die meisten User bzw. Spieler sind übrigens sehr nett, und auch wenn ich nicht alle persönlich kenne, so habe ich sicher im Lauf der letzten 20 Jahre mit einer fünfstelligen Zahl von ihnen irgendwann direkt kommuniziert.

Im Jahr 2000 wäre mein Kopf fast geplatzt, so hat damals “Anstoß 3″, ein wirklich großes Fußballmanagementspiel, mein komplettes Denken ausgefüllt. Als es fertig war, habe ich eine Woche praktisch nur geschlafen, vorher standen fast 410 Arbeitsstunden innerhalb von 28 Tagen auf meiner Stempelkarte. Wir haben im Restaurant vorher angerufen, damit das Essen schon bereit war, um keine Minute zu verlieren. Vollkommen am Ende haben wir dann zum Schluss vergessen, die Kopierschutzabfrage zu aktualisieren und haben am nächsten Morgen einige Minuten mit dem Gedanken gelebt, soeben eine sechsstellige Menge CDs geschrottet zu haben. Es waren nur 12.000…. Continue Reading »

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